Posts by Tom2404

    Kleine Korrektur: ........Die Bezeichnung Elsässer Karpfen ist natürlich ein Schmarrn (das ist ein Karpfenrezept)......der hochrückige Schuppenkarpfen wird in der Teichwirtschaft als Lausitzer Karpfen bezeichnet, da er in der Oberlausitz das erste Mal gezüchtet wurde.......manchmal ist man schon ein bißchen neben der Kappe..... 8|

    Die natürliche Urform des Karpfens ist nicht hochrückig, sondern torpedoförmig und voll beschuppt. Der Spiegelkarpfen wurde vor langer Zeit einmal für die Speisefischproduktion gezüchtet - genauso, wie sein hochrückiger Verwandter, der Schuppenkarpfen (in der Teichwirtschaft als Elsässer Karpfen bezeichnet). Die A-typischen Merkmale eines Satzfisches zeigen Karpfen nicht - es hat auch nix mit der Beschuppung zu tun, ob die nun unregelmäßig oder fehlerhaft ist - ein Karpfen zeigt immer die genetischen Merkmale der Elterntiere - egal, ob in der Zucht, oder in freier Natur - das heißt, wenn Spiegler oder Schuppis sich in freier Natur vermehren, weisen sie immer nur die Erbanlagen auf, die ihren Vorfahren in der Zucht einmal verabreicht wurden. Anders sieht es z.B. bei Forellen aus....ein klassisches Merkmal bei der Satzforelle sind die verkümmerten Brust- und/oder Bauchflossen. Ursache davon ist die hohe Besatzdichte in der Zuchtanlage, wo sich die Fische im heranwachsenden Stadium die Brust- und Bauchflossen gegenseitig abfressen. Auch bei Raubfischen, wie z.B. dem Zander gibt es klassische Merkmale, wie z.B. die Wirbelsäulenverkrümmung oder was man bei fangfähig gelieferten Fischen häufig sieht, sind Verletzungen der Schleimhaut und der Schuppen, da die Fische oft in Behältern transportiert werden, die für Zander nicht geeignet sind. Wenn die Fische im Transportbehälter zu eng stehen, scheuern sie sich mit ihren rauhen Schuppen gegenseitig auf. Für den Transport von Zandern gibt es spezielle Zylinderbehälter, die das verhindern....da diese aber recht teuer sind, verzichten viele Fischzuchten auf deren Einsatz. Früher hat man sich mit sogenannten Pufferfischen beholfen, was aber inzwischen durch das Tierschutzgesetz verboten ist....man hatte einfach Schleien oder Weißfische mit den Zandern transportiert. Die Wirbelsäulenverkrümmung entsteht durch Sauerstoff- und Eiweißmangel im Z0- bzw. Z1-Stadium. Satzwaller sind häufig im Brustflossenbereich aufgescheuert, da sie oft vorher in der Zuchtanalge in großen Betonbecken gehältert werden und ständig versuchen, sich am Grund einzugraben.....etc. etc. Ich könnte das noch endlos weiterführen..... Es gibt ein paar Möglichkeiten, wie man feststellen kann, ob ein Fisch in der Zucht, oder in freier Natur aufgewachsen ist (Wachstumsmerkmale)...aber das zu erklären würde den Rahmen für heute abend sprengen....ich werde es sicherlich einmal vernünftig und ausführlich hier posten....und dafür muß ich auch meine Unterlagen aus der Meisterschule rauskramen, damit es für Nicht-Fischwirte verständlich ist....aber das mach ich heut abend nimmer (gähn !)....

    Hallo karpfenflo,


    eine gleichbleibende Temperatur - egal ob in Räucherofen oder Räuchertonne - erzielst Du am besten mit einer einstellbaren Heizquelle...d.h. Gas oder Strom - bei Holzbefeuerung klappt das auch...allerdings brauchst Du da viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl....hat jetzt mit dem Rauchzusatz (Späne oder Mehl) weniger zu tun......nur beim Kalträuchern mußt Du aufpassen, daß Dir die Späne oder das Mehl nicht zu schnell abbrennen und dadurch zuviel Wärme erzeugen....

    ralfster: ......der biß ihm wohl eher das Hirn kaputt, als die Hände..... Es ist schier unglaublich welchen Schwachsinn manche Idioten verzapfen, nur um in die Zeitung zu kommen.......

    Ich hab schon in einige Wallermägen geschaut, aber Laich habe ich da bis jetzt noch nicht entdecken können.......ich verstehe den ganzen Aufriss um den Waller nicht........über Zander und Hechte beschwert sich doch auch keiner.....nur weil der Waller ein breites Maul hat, wird er als gieriger Vielfraß abgestempelt....... Die Probleme mit Eueren Fischbeständen liegen meist ganz wo anders...nur müsste man da eben mal nachforschen woran es tatsächlich liegt und die Dinge in die Hand nehmen.... Als in der fränkischen Saale die Hechte und die Zander zurückgingen hatten auch gleich alle die Waller aus dem Main in Verdacht.......... Nach 2jährigem Gutachten wurde festgestellt, was eh schon jeder von uns wusste:


    kormoran_01.jpg

    Jaja...die Herrschaften vom Bezirk......hihihi.....wir hatten vor Jahren mal eine Gewässerkartierung des Mains von Würzburg bis Gemünden. Dort sollte ebenfalls festgestellt werden, warum so gut wie keine Weißfische mehr gefangen werden und warum bestimmte Fischarten zurückgegangen sind. Man hat also aufwendig ein großes Boot mit großem E-Gerät organisiert und ging ans Werk.......das Fazit und Ergebnis dieser Kartierung war, wie damals in der Main-Post zu lesen war, daß der Main nur noch ein Kanal sei, in dem so gut wie keine Fische mehr vorkommen...... Der wahre Grund für diese Pleite war jedoch, daß das E-Gerät falsch angeschlossen war und falsch bedient wurde und deswegen so gut wie keine Fische gefangen wurden. Aber diese Blamage wollte offiziell dann doch keiner zugeben.....soviel also zur Zuverlässigkeit von irgend welchen Untersuchungen !


    Herr H. vom Bezirk Niederbayern sollte sich lieber einmal Gedanken machen, wieviele Fische die Kormorane den Wallern wegfressen - denn die von Herrn H. vermissten fetten Hechte und Zander, die der Waller gerne fressen wollte, wanderten mit Sicherheit zu 90% in die Mägen dieser schwarzen Räuber aus der Luft....


    Herrn H. anrufen bringt mit Sicherheit nix...aber Ihr könnt doch sicher Leserbriefe schreiben....solange die sachlich und nicht attackierend geschrieben sind, werden die sicher gedruckt....

    Mir hat vor vielen Jahren mal ein Aal-Spezi einen Tip gegeben, die Würmer mit Rosenöl (Apotheke) zu bepinseln und wir haben damals wirklich sehr viele Aale damit gefangen - aber heute asoziiere ich den Einsatz von Lockstoffen eher mit Anglern, die auf Gedeih und Verderb unbedingt was fangen müssen - für mich ist es in erster Linie wichtig, die Natur hautnah zu erleben und beim FliFi kann ich mit Lockstoffen eh nix anfangen... Wenn ich denn mal konventionell zum Grund- oder Posenangeln gehe (1 oder 2x im Jahr) nehme ich nur Würmer, Maden und Mais und füttere noch nicht mal an - entweder es beißt was oder es beißt nix.....ich seh das relativ entspannt...

    Hallo - hab eben mal mit meinem Hausarzt telefoniert, der auch manchmal mit mir Fischen geht - er sieht die ganze Sache so....da ich ja Raucher bin, muß ich mir keine Gedanken über Dioxinbelastungen von unseren Fischen machen, weil das Rauchen ist 100 mal schlimmer, als die paar Piktogramm Dioxin, die ich im Jahr mit verschiedenen Lebensmitteln zu mir nehme....auch regelmäßiger Alkoholkonsum killt die Leber schneller als das bißchen Dioxin - man muß die Kirche im Dorf lassen - freilich hauen die Medien auf so was richtig feste druff - aber über die viel höher dosierten Autoabgase, die wir jeden Tag einschnaufen sagt schon lang keiner mehr was.....

    Ich kenne solche Individuen auch - ein Vatertagsangeln ohne Vollrausch ist kein Vatertagsangeln und zu allen anderen Gelegenheiten wird auch gesoffen, bis es zu den Ohren raus läuft........ - das sind für mich keine Angler - für diese Leute hat das Angeln nur eine Alibifunktion, damit sie von zu Hause weg kommen, wo ihre Alte das Sagen hat....die sehr fragwürdigen Hegemaßnahmen lassen deutlich erkennen, daß es in dem Verein niemanden gibt, der sich mit vernünftiger Gewässerbewirtschaftung auskennt - und nur weil einer den Titel "Vorstand" trägt, heißt das noch lange nicht, daß er einen Plan hat - wir urbi schon richtig gesagt hat, oftmals sucht man nur einen Blöden, der seinen Namen hergibt.... Und auf die Frage, ob es so einen Verein geben darf gibt es von mir ein klares NEIN ! ...und schon gar nicht an einem Fließgewässer.... Wenn sich ein Verein gründet und die fischereiliche Betreuung für ein Gewässer übernimmt, dann geht er gewisse Verpflichtungen und eine Verantwortung ein, was die Hege und die Gewässerbewirtschaftung angeht.....so wie fisherman es beschreibt, sind das Fischereifrevler, denen man eigentlich das Handwerk legen sollte - die Vogel-Strauß-Methode und einfach nicht mehr hingehen halte ich hier für schlichtweg falsch. Ich würde den Leuten (im nüchternen Zustand) empfehlen sich dringend von Fachleuten beraten zu lassen - geschieht in absehbarem Zeitraum nichts, würde ich die Behörden einschalten.... Jeder, der ein Fließgewässer bewirtschaftet bekommt von der oberen Fischereibehörde gewisse Vorgaben, die erfüllt werden müssen - in der Regel bekommt man sogar Besatzvorgaben - und an die muß sich auch ein Verein halten....so schön es auch wäre ein reines Salmonidengewässer zu haben (was ich in einer Barbenregion sowieso für Unfug und nicht verwirklichbar halte).....

    Hallo thomas,


    ich war da das letzte Mal vor ca. 6 oder 7 Jahren.... natürlich ein wunderbares Gewässer für Fliegenfischer, aber auch mit dem Mepps oder Wurm/Wasserkugel fängst du schöne Fische - in erster Linie Forellen in den tiefen Gumpen, der Äschenbestand ist leider durch die "schwarze Pest von oben" stark dezimiert und wenn überhaupt fängst du Äschen dort nur ganz vereinzelt mit kleiner Trockenfliege. Wie der Fischbestand im Moment ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, da ich wie gesagt vor 6 oder 7 Jahren das letzte mal dort war, aber ich denke ich, daß die Bewirtschafter schon für ausreichenden Besatz sorgen. Karten gibt es nur für Hausgäste - die Strecke ist so ca. 3 km lang und wird Samstags von marodierenden besoffenen Floßfahrerbanden in Beschlag genommen - also würde ich Samstags vielleicht eine Radtour machen oder ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen... Sollte es an diesem Gewässer nur Schneidertage geben, kannst Du auch auf ein paar Baggerseen in der näheren Umgebung um Wallenfels ausweichen und versuchen ein paar dicke Karpfen zu drillen....


    Gruß, Tom

    Hallo urbi,


    ich denke ihr müsst den Weiher nicht zwangsläufig aufgeben - ich würde zunächst mal die oben beschriebenen Wasserwerte messen und dann ggf. Gegenmaßnahmen einleiten - wenn der Weiher keinen Mönch zum Ablassen hat....ist denn ein Graben in der Nähe ? Besteht vielleicht die Möglichkeit dort mit dem Bagger anzurücken und einen Mönch (Ablass) zu setzen ?

    Hallo urbi,


    ich hab zu einem ähnlichen Thema hier im Forum schon mal was geschrieben - grundsätzlich empfehle ich jedem Gewässerbewirtschafter von geschlossenen Gewässern sich entweder ein Meßgerät, oder ein Wasserprüfset zur Untersuchung der elementaren Wasserwerte zu besorgen - wichtige Meßwerte sind Sauerstoffsättigung, pH-Wert und CO2-Wert und im Winter zusätzlich die Temperatur. Wenn in einem so kleinen Teich in dem so viele Karpfen unterwegs sind, daß Wasser klar wird, ist das kein gutes Zeichen. Gestorbene Fische treiben nicht unbedingt im Wasser, oder liegen sichtbar auf dem Grund - in vielen Fällen verschwinden Sie im Schlamm.... Bei einer Vielfalt von Wasserpflanzen ist normalerweise ein ausreichender Sauerstoffvorrat im Wasser vorhanden - Hauptproduzent des Sauerstoffs jedoch sind die Mikroalgen - Vorsicht aber bei zu extremer Algenblüte - Algen produzieren zwar tagsüber Sauerstoff, zehren manchmal nachts aber ebenso viel.... Oftmals kann es auch Vorkommen, daß zuviel Sauerstoff im Wasser ist (wenn also der Wert weit über 10 mg Sauerstoff pro Liter liegt) - in diesem Fall sind die Fische stark gasblasengefährdet - Teiche mit sehr viel Unterwasserpflanzen und Phytoplankton neigen bei besonderen Witterungsbedingungen (Minusgrade) sehr häufig dazu Sauerstoffwerte über 30 mg O²/l zu erreichen. Das sind mehr als 200 % O²-Übersättigung. Die Pflanzen erzeugen bei Klareis und Sonnenlicht viel Sauerstoff und die O²-Blasen können unter der Eisdecke nicht entweichen. Da Sauerstoff sich ganz besonders gut in kaltem Wasser löst, können hierbei ganz natürlich Übersättigungen bis 350 % erreicht werden. Das sind etwa 50 mg O²/l Wasser. Zur Abhilfe müssten also in Eurem Falle mindestens 20-30 m² Teichfläche eisfrei gehalten werden, damit das Wasser an der Stelle ausgasen kann.


    Dem Sauerstoffeintrag steht natürlich eine Reihe von Verbrauchern gegenüber - Fische und alle anderen Wasserbewohner verbrauchen Sauerstoff. Hohe Dichte an Zooplankton (Wasserflöhe usw.) kann den Sauerstoffgehalt des Wassers durch Atmung erheblich reduzieren. Darüber hinaus ist es möglich, daß eine sehr große Zahl von Zooplanktontieren das sauerstoffproduzierende Phytoplankton (Mikroalgen) durch Fraß fast völlig beseitigt. Das dadurch nahezu algenfreie Teichwasser wird deutlich klarer und sauerstoffärmer (Klarwasserstadium).


    Das ganze ist natürlich auch großen Schwankungen der Wasserwerte unterlegen, das heißt....es müssen nicht zwangsläufig alle Fische im Teich verenden - es ist sogar meistens der Fall, daß es ein paar Überlebende gibt. Zander und Hechte reagieren auf schlagartige Veränderungen der Wasserwerte zuallererst und gehen hopps - da bei K² das Immunsystem noch nicht voll entwickelt ist (erst ab dem dritten Jahr) sind sie bei extremen Wasserwertschwankungen auch wesentlich anfälliger für die im Wasser natürlich vorkommenden Keime, mit denen sie in ihrem Aufzuchtgewässer vielleicht vorher nicht konfrontiert waren. Wir haben schon Weiher abgefischt, in denen 50 Zentner Karpfen und andere Fische hätten sein müssen und haben dann ca. 30 Zentner tot aus dem Schlamm geholt...weil der Weiher vernachlässigt wurde und in dem Jahr keine Messungen vorgenommen wurden. Fische haben auch kein Bindegewebe, so wie Säugetiere oder Vögel und verwesen daher im Schlamm sehr schnell....


    Eine weitere Möglichkeit, die mit dem Ganzen hier nix zu tun hat ist vielleicht ein anderes Problem - Kormorane - ich war selbst Augenzeuge, als eine Kolonie von Kormoranen in eine Fischhälterung (ca. 1500 m²) eingeflogen sind und innerhalb von einer halben Stunde so ziemlich den kompletten Fischbestand in der Hälterung vernichtet haben. Wir hatten damals versucht die Biester zu verscheuchen, aber die kümmerten sich nicht mal um uns und haben unbeirrt ihren Hunger auf unsere Kosten gestillt.


    Wenn Du mehr wissen willst, frag mich ruhig - ein kleiner Tipp am Rande - ich würde von Haus aus keinen Weiher pachten, den man nicht ablassen kann.


    Gruß,


    Tom

    Hallo - ich würde sagen ihr habt beide gute Köderfische - wenn ihr die Köderfische richtig anbietet und ein hungriger Hecht kommt vorbei, wird er sowohl den kleinen Brachsen als auch das kleine Rotauge nicht verschmähen - ich hab auch schon Hechte auf kleine Schleien als Köderfisch gefangen....wenn der liebe Esox Hunger hat, frißt er alles, was aussieht wie Fisch - sogar kleinere Artgenossen...... Am fängigsten sind natürlich die Köderfische, die in dem Gewässer auch vorkommen - wenn es also in dem Gewässer, wo du den Hecht fangen willst keine Brachsen gibt, dann würde ich auch lieber ein Rotauge oder was auch immer dort eben rumschwimmt verwenden....deshalb versuche ich auch immer meine Köderfische dort zu fangen, wo ich auch auf Rotaugen gehe - aber ist bei mir auch schon etwas her - meine dicksten Hechte habe ich durch die Bank alle mit der schweren Fliegenrute gefangen und seitdem "Blut geleckt"....

    Robinienmehl oder -späne verbreiten beim Räuchern ein gutes Aroma - es hat jedoch Nachteile: das Räuchermehl verglimmt unverhältnismäßig schnell verglichen mit anderen Holzarten, wie z.B. Buche und man muß deswegen während des Räuchervorgangs mehrmals Räuchermehl nachlegen, was beim Räuchern bestimmter Fischarten nicht so gut ist, wenn man ständig die Ofentür aufmachen muß. Ich würde es höchstens für den Einsatz in kleinen Tischräucheröfen für den Hausgebrauch empfehlen.