Posts by altbayer

    Wie so viele habe ich das schöne Wetter gestern zu einer Mischung aus Sonnenbaden und Angeln genutzt, dabei herausgekommen ist eine schöne Barbe, gefangen auf Made. Mein Revier ist die Mühlhamer Schleife zwischen Winzer und Niederaltaich.


    Die Wassertemperatur ist bei uns bis gestern innerhalb von 5 Tagen von 5 auf über 10°Celsius gestiegen; der Pegel im selben Zeitraum von unter 3 auf 3,50 Meter.

    Tolle Sache!
    Wir planen nächstes Jahr eine Schiffskreuzfahrt bis ins Delta; freu mich darauf schon riesig, 10 Länder, jede Menge europäische Kultur und Natur.
    Meine Freundinn stammt von der kroatischen Donau, in München haben wir uns kennengelernt und leben jetzt an der niederbayrischen Donau, auch so kann sich der Kreis schliessen:-).


    Falls jemand gute naturkundliche Literatur zur Donau empfehlen kann, her damit, gerne auch englischsprachige.

    Hallo Ron,


    vielen Dank für die Ratschläge!


    Es soll ein Kajak werden (leidend knien tun wir Katholiken ja in der Kirche schon genug:-)).


    Zur Verwendung: Am liebsten hätte ich natürlich die eierlegende Wollmilchsau, mit der man alles machen kann, dass es die nicht gibt, ist mir natürlich auch klar.


    Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass man zu zweit drin fahren kann, weil ich meine Söhne (3 Jahre und 3 Tage) auch mal mitnehmen will.


    Aus diesem Grunde sollte es aus Sicherheitsgründen auch eine gewisse Stabilität haben, gerade weil ich auch die Donau befahren möchte.


    Den Forumslink werd ich heute Abend mal checken, ist ein super Tipp, mit dem Ding angeln zu können, wär natürlich genial!


    Was sind deiner Meinung nach die Vor- und Nachteile von Sit-in und Sit-on-tops?


    Zum Preis: 7000 Euro müssen es natürlich nicht gerade werden; aber ich bin bereit den Preis zu bezahlen, den man für ein brauchbares Boot zahlen muss, auch wenn ich dann vielleicht noch etwas sparen mussL.


    Vielen Dank schon mal für die Antworten:-)


    Christian

    Nimm halt das Angebot von Schwarzfischer an; das ist doch ein 6er im Lotto, als Zugroaster gleich von nem echten und erfahrenen Profi kostenlos eine Lektion erteilt zu bekommen! Fahr halt zumindest mal in Schwarzis Angelladen und schmatz ne Runde mit ihm, der hat sicher auch diverse Tageskarten und kann dir aktuelle Tipps geben, wo grad gut gefangen wird.
    An deiner Stelle würd ich angesichts solch toller Fließgewässer, wie wir sie hier haben, auch mal ernsthaft drüber nachdenken, deine anglerischen Fähigkeiten über stehende Tümpel hinaus zu erweitern, ist zumindest was die Grundlagen anbelangt auch gar nicht so ein Hexenwerk, wie du vielleicht glaubst.
    In und um Berlin gibts ne Menge Wasser (hab mal gehört Berlin hätte mehr Brücken als Vendig) und die Seen in der Mark Brandenburg sind sicher klasse; aber es ist doch ein wenig vermessen, nach ein paar Gastkarten an diversen Weihern/Stauseen, gleich die Flinte ins Korn zu werfen, weil nicht massenhaft Edelfische in den Kescher gewandert sind.
    Gib den einzelnen Gewässern halt mal eine echte Chance; ich fisch seit diesem Jahr hier in der Donau und auch das ist zwar ein Fluß, aber eben doch ganz anders als z.B. der Rhein, die Weser, Werra, Fulda etc., die ich vorher befischt habe. Ich kenn hier nen Einheimischen, der seit 40 Jahren quasi mit der Donau verheiratet ist und erst kürzlich den Dreh rausgekriegt hat, wo, wie und wann man wirklich viele große Barsche fangen kann; der war halt zäh und innovativ zugleich, hat immer neues ausprobiert und dazugelernt.


    Petri Heil,


    Christian


    Christian

    Hallo zusammen,
    ich möchte mir in naher Zukunft ein gebrauchtes 2er-Kanu zulegen; habe bislang allerdings nicht wahnsinnig viel Erfahrung mit diesem Bootstyp; abgesehen von ein paar Touren in Leihkanus am Regen und auf dem Eginger See:-).


    Ich möchte mit dem Kanu auch auf der Donau fahren können, es soll robust sein und eine gute Mischung aus stabiler Lage und optimiertem Strömungswiderstand haben, tendenziell vielleicht eher stabiler, als schneller.
    Kann mir jemand Tipps geben, worauf ich achten bzw. wonach ich schauen soll?


    Danke und Gruß,


    Christian

    Ich glaub meine Zubereitung verdient nicht mal den Namen "Rezept", ich filettier sie einfach, etwas Salz, Pfeffer und Chili dran und in Butter ausgebraten, fertig. Sicher nicht besonders raffiniert, und die oben angesprochene Pulerei der "kriminellen" Gräten ist man auch nicht los, aber was solls.


    Meinen Hof umweht der Duft heiß räuchernder Aale, hatt ich schon lang nicht mehr und nach ein paar Federweißen am wunderschönen Ortenburger Schloß ist der Heißhunger auf Räucheraal riesig:-).

    Freitage abend zwei Barben (mir schmecken sie) und gestern 2 sehr schöne Aale mit 70 und 72cm.
    Heute wird geräuchert:-)!

    Ich war gestern und vorgestern Abend in die Dämmerung hinein je zwei Stündchen fischen,
    ganz faul, mit zwei schweren Grundruten, Freilaufrollen, 40er monofil, 200 Gramm Laufblei und aufgezogenem Tauwurm auf Grund an einer Kiesbank in der Innenkurve der Mühlhamer Schleife; Wassertiefe ca. 50 cm bis 1 m. Immerhin gab es in Summe zwei Brassen, 2 Döbel > 30cm, 1 Barbe und 1 Barsch,
    das hat für 2 schöne Fischabendessen gelangt.
    Wenn mir jetzt noch einer sagen kann, wo man hier Schwammerl finden kann, wär das super:-).


    Schönen Sonntag,


    Christian

    Seh ich genauso, anstatt punktuell gegen die schwarzen Schafe vorzugehen, kommen am Ende die Totalverbote für alle.


    Dein Beispiel mit dem Laichbiotop ist interessant; durch wen wurde dieses denn angelegt?
    Hast du die bestehenden Mängel mal kommuniziert; wär ja wirklich rausgeworfenes Geld, wenn da nicht nachgebessert wird.


    Bzgl. des Besatzes sprichst du mir aus der Seele; aber tu solche Ansichten (hab die Erfahrung schon in Angelvereinen von Düsseldorf über Starnberg bis Niederbayern gemacht) mal auf einer Jahreshauptversammlung kund und das auch noch als Preiß, da kannste was erleben:-)
    Vom Besatz halte ich auch gar nix; wenn wir das Geld für Besatzmaßnahmen der letzten Jahrzehnte in Gewässerrenaturierungen investiert hätten; wären unsere Fischbestände heute nachhaltig besser; hier sollte der Gesetzgeber mal nachsteuern; wir haben die Fachkompetenz ja mit dem Institut für Fischerei hier in Bayern.
    Entweder ein Biotop ist als Lebensraum geeignet, dann kommen die entsprechenden Arten dort eh natürlicherweise vor bzw. siedeln sich an, oder es ist ungeeignet, dann bringt Besatz auch nix, das lernt inzwischen eigentlich jedes Kind in der 7.Klasse in Ökologie. Von den angerichteten Schäden durch Übertragung von Krankheiten, faunenfremde Arten und Varietäten etc. mal ganz zu schweigen.
    Tatsächlich verkaufen die der Allgemeinheit durchaus erfolgreich den Besatz unter dem Deckmäntelchen des Artenschutzes als Naturschutz;
    dabei ist es genauso wie du sagst: Es werden die vermeintlichen Edelfische am liebsten in fangfähiger Größe besetzt und seltenst der Bitterling und das Moderlieschen.
    Man muss sich ja nur mal die Reproduktionsbiologie unserer Fische und die Eierzahlen anschauen, um zu wissen, wie lächerlich dieser Blödsinn ist.
    Hauptsache Opa Willi fängt im Frühjahr beim Anfischen seine Kärpfchen und Hechtlein, die planlos im See rumschwimmen, weil auf jeden geeigneten Standplatz 10 Fische kommen. Noch besser sind natürlich ein paar Zentner Regenbogenforellen im Dorfweiher, die selbst auf nen Kaugummi beißen, dann spart man sich auch noch die Würmersuche.

    Hallo Schwarzfischer,


    dein Bericht macht mich traurig; vermutlich wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis es „bei uns hier unten“ ähnlich ist.


    Als ich hier vor 2 Jahren hergezogen bin und somit die freie Wohnortwahl hatte, habe ich bei Google Earth recherchiert, wo die Donau schön ist, es Altwässer gibt und keine Bahnstrecke/Autobahn, diese aber in akzeptabler Entfernung erreichbar sind, so kam ich an die Mühlhamer Schleife, war anscheinend keine schlechte Wahl.


    Bzgl. der Hinterlassenschaften des Partyvolks herrscht hier noch überwiegend Disziplin und Anstand, die Kiesbänke sind fast frei von Scherben, Müll etc.


    Trotzdem würde ich mir wünschen, dass mal ein paar mehr dauernörgelnde Vereinskollegen bereit wären als Fischereiaufseher präventiv tätig zu werden und so vielleicht verschärften Vorschriften seitens der Behörden vorzubeugen, anstatt nur abends am Vereinsheim rumzujammern.


    Krautbänke und verschlammte Bereiche gibt’s hier eigentlich kaum, von den angeschlossenen Altwässern mal abgesehen.


    Natürlich sind die Massenfänge Sternstunden und keine Tagesordnung; Gott sei Dank! Wer mit Ansage seine Reuse vollhaben will, soll halt in den Forellenpuff fahren, oder sich den Vereinstümpel mit gerade maßigen Karpfen zu kippen.


    Die Aalfänge sind überall miserabel geworden, leider. In Rhein, Elbe, Weser war das früher die schönste Fischerei im Sommer; heute gehst du dort aus alter Gewohnheit noch genauso fischen und hoffst auf nen Brassen oder Barsch als Beifang und bejubelst jeden Aaal wie den letzten Quastenflosser.


    Und als Ortsfremder und Einsteiger tust du dich nun mal an jedem Gewässer erst mal schwer; viele sind aber auch zu faul, sich das Gewässer erst mal genau anzuschauen, Kartenmaterial zu sichten, zu loten, Gespräche mit Einheimischen zu führen etc. An einem Naturgewässer reicht es eben nicht, seinen Maishaken irgendwo an der erstbesten Stelle reinzuhängen.

    Ich hoffe, ihr habt Unrecht.


    Bis die Betonmischer und Saugbagger angeschmissen werden, ziehen allerdings noch locker 8-10 Jahre ins Land; selbst wenn die Ergebnisse der EU-Studie grünes Licht für den Ausbau geben, muss der politische Beschluss erst noch gefasst werden; wie dann unsere Landesregierung aussieht und ob sich am Ende wirklich wer traut, gegen den Willen der Mehrheitsbevölkerung ein unbeliebtes Großprojekt durchzudrücken, wag ich zu bezweifeln. Schau dir z.B. mal die Evolution der Aussagen führender CSU-Politiker zum Donauausbau an, der Wind dreht sich zugunsten der Gegner.


    Das die RMD und Schifffahrtsdirektion Süd bereits in vorauseilendem Gehorsam benötigte Flächen, gerade Ausgleichsflächen aufkaufen, um im Falle eines positiven Bescheids gleich loslegen zu können, ist ein übliches Vorgehen quasi-staatlicher Akteure; die müssen ja nicht betriebswirtschaftlich handeln, sondern können unsere Steuergelder dafür raushauen. Die Bahn ist dafür auch bekannt; deshalb stehen entlang der Schienen ja auch soviele halbfertige Bauwerke.


    In Winzer haben alle Landwirte, bis auf einen (der pokert noch), bereits verkauft.


    Falls wir am Ende doch die Stauschwelle kriegen, glaube ich allerdings auch, dass das Wasserkraftwerk auf dem Fuße folgt.
    Wasserkraft hat ja den besten Ruf unter den Erneuerbaren; gerade gestern hat mir wieder eine Arbeitskollegin stolz erzählt, dass sie nur noch grünen Strom aus Wasserkraft bezieht.


    Als ich ihr erklärt hab, dass das eigentlich blutroter Strom ist und sie die Häckselei der letzten Wanderfischarten selbst in den kleinsten nebengewässern subventioniert, war sie kurz beeindruckt und meinte dann: „ich fisch ja nicht und sehen tut man die Fische ja eh nie“!

    Hallo zusammen,
    vor eigenen Wochen haben sich die Verantwortlichen der Wasserschiftsfahrtsdirektion Süd und der RMD in unserer Gemeinde (Winzer, LK Deggendorf) der Diskussion gestellt und ein bisschen Propaganda gemacht. Die Ergebnisse der EU-Studie zur Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit liegen noch nicht vor.
    Das seit dem Fall des eisernen Vorhangs gestiegene Transportvolumen von und nach Südosteuropa ist kaum per Wasserstraße transportierbar; entweder handelt es sich um schnell verderbliche oder just-in-tim-Ware; ein Ausbau der A3 wäre volkswirtschaftlich wesentlich sinnvoller.



    Ich glaueb allerdings, dass der Ausbau, egal welcher Variante aus einem ganz einfachen Grund nie kommen wird: Es ist kein Geld da!

    Servus,
    leider ist dieser schön betiltete Thread noch leer; hier ein paar Gedanken meinerseits.


    Der von mir befischte Abschnitt der Donau, die Mühlhamer Schleife, soll der fischartenreichste Fließgewässerabschnitt Deutschlands sein.
    Literatur findet man hierzu allerdings kaum; am besten simnd noch die Ergebnisse der Fischartenkartierung.
    Vielversprechende Angelstellen, von Altwässern, Seitenarmen, Quer- und Längsbuhnen, Steinpackungen bis hin zu Kiesbänken und der Fahrrinne, findet man en masse. Auch wenn der Abschnitt, nicht ohne Grund, stark befischt wird, findet man jederzeit ein nettes Plätzchen; die Zugänglichkeit mit dem Auto ist fast schon zu gut; die gewährten Freiheitsgrade sind sehr hoch; man kann zelten, grillen, Lagerfeuer machen, schwimmen etc.
    Summa summarum auch aufgrund der landschaftlichen Schönheit ein Traumrevier.
    Die Jahreskarte hat mich als Vereinsmitglied 90 Euro gekostet; Tageskarten gibt es jederzeit.
    Mit der Feederrute kann man fast immer erfolgreich sein; neben Brassen, Rotaugen und anderen Weißfischen konnte ich teilweise Massenfängen an Nasen erleben; die Grundeln waren hierbei kaum ein Problem.
    Aale habe ich bislang wenige gefangen, dafür viele kleine und mittelgroße Welse, gerade auf Grundeln als Köderfisch; sogesehen finde ich es fast schon praktisch, dass diese fast flächendeckend verfügbar und mit ein paar Maden in Nähe der Steinpackungen schnell gefangen sind.


    Gespannt ich ich, wie erfolgreich im Herbst beim Spinnfischen sein werde und wie die Ruttenausbeute im Winter sein wird.
    Ich habe hier bislang wenige Spinnfischer gesehen und keinen, der gezielt mit Gummifischen Zander beangelt; das kann aber auch Zufall sein.


    Die meisten Vereinskollegen befischen lieber den mit Satzfischen zugekippten Weiher; die Angelei ist dort aufgrund der fehlenden Strömung und schwankenden Wasserstände einfacher.
    Ich finde die Fischerei an der Donau spannend; auch wenn man (selten) einmal Schneider bleibt.


    Das osteuropäische Kollegen oder der Komoran (beide jagen übrigens nur dort, wo es was zu holen gibt; der Fischbestand also gut ist) hier ein Problem wären, kann ich nicht bestätigen; ich spreche hier auch aus der Erfahrung als Fischereiaufseher.


    In Summe glaube ich, dass man bei halbwegs ernsthafter Herangehensweise an der Donau jederzeit die Chance auf anglerische Sternstunden hat.
    Für mich ist die Donau das bisher mit Abstand schönste und reizvollste Revier; in den letzten 30 Jahren habe ich zuvor bedingt durch mehrere Umzüge Rhein, Elbe, Weser, Werra, Fulda und Pilsensee/Wörthsee befischen können; alle Gewässer hatten ihren eigenen Reiz, aber keines würde ich gegen die Donau tauschen.


    Petri Heil,


    Christian

    Petri zum Fang! Hoffe ma sieht irgendwie und irgendwann mal a Foto von dem Prachtstück ;)



    N'abend,


    ich hab gesten versucht ein weniger als 200KB großes Bild hochzuladen, aber es klappt nicht:-(


    Aber auf Facebook hab ich unter Christian Janßen alias altbayer ne Gallerie angelegt.



    In meinem Profil ist auch ein Foto des Hechtes zu sehen.



    Danke für die Glückwunsche, ich kann es immer noch nicht recht glauben, zumal ich schon sehr lange Spinnfische und viele gewässer befischt habe und dann passiert es just in dem Augenblick und an dem Gewässer an dem ich am wenigsten damit rechnen würde...

    Servus,


    um 21:15Uhr kam ich nach der Arbeit am Widdersberger Weiher vorbei, es war schon fast komplett dunkel, aber ich entschloss mich, noch schnell ein paar Würfe mit der immer im Auto vormontiert liegenden Spinnrute zu machen.


    So stand ich dann in Büroklamotten und Lackschühchen auf dem Gitter des Ablaufs und warf meinen Abu Garcia-Wobbler aus; nach kurzem Einholen hing ich gleich im verflixten Kraut und sah gedanklich wieder einige Euro sinnlos auf dem Grund des Weihers verschwinden, als plötzlich Bewegung in die Sache kam und ein toller Drill an vergleichsweise leichtem Gerät losbrach.


    Nach mehrmaligen harten Fluchten konnte ich den Fisch dann sicher landen und sah sofort, dass dies der mit Abstand größte Hecht meiner Fischerkarriere war, ein (für mich) echter Riese von 1,14 Meter!

    Du sagst es auf die Zander bezogen ja selber: Auch die Raubfische wachsen dort schneller ab, die höhere Bioproduktivität begünstigt also alle (wechselwarmen) Arten.
    Sobald das Biotop größer als ein Einmachglas ist, reguliert im übrigen die Beute den Räuber (erstmals an Schneehasen und Luchsen nachgewiesen) und nicht umgekehrt.
    Sobald ein guter Raubfischbestand da ist, weiß man somit auch, dass ein guter Futterfischbestand da sein muss.
    Das die ökologische Nische des Wallers vorher nicht unbesetzt war und somit auf "Kosten" anderer Raubfischarten besetzt wird, ist auch klar.

    Ich denke wenn das Buch "Schleienangeln" schon 30 Jahre alt ist, dann ist es nicht mehr so leicht ranzukommen, aber ich werd mal bei meinen Büchereien in der Nähe nachforschen
    lg Marius

    Marius,
    wenn du das Buch nirgends finden solltest, schicke ich dir das gerne zum lesen zu.

    Ein "ökologisches Gleichgewicht" gibt es nur in den seltensten Ausnahmefällen, diese Wunschvorstellung entspringt weniger ökologischer Wissenschaft, als menschlichem Harmoniebedürfnis und einer romantischen Verklärung des Natürlichen, stetiger Wandel und Schwankungen inklusive dem Verschwinden alter und dem Auftreten neuer Arten sind eher charakteristisch für ein stabiles Ökosystem.
    Den Waller betreffend finde ich schon lustig, dass viele gerne mal einen Kapitalen fangen wollen, sich aber im gleichen Atemzug über deren Fressgier beschweren:-


    Die Fischartenbestände und Zusammensetzungen hinsichtlich Art, Häufigkeit und Größenverteilung unterliegen eben Schwankungen, sei es durch natürliche Faktoren (Klima, Witterung, Wasserstand etc.) oder menschliche Faktoren (Verbauung, Besatz, selektive Entnahme), da geb ich Schwarzi völlig Recht, dass man sich als Angler dem einfach anpassen sollte. Natürlich ist es im Rahmen der Gewässerbewirtschaftung ok, steuernd einzugreifen (klappt nur leider allzuoft überhaupt nicht).


    Wir haben mehrere dutzend anglerisch interessante Fischarten in unseren heimischen Gewässern, ob da jetzt gerade der Waller, der Aal oder der Zander besónders häufig sind, ist mir persönlich schnuppe; ich fische eben auf die Arten, die eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit haben (das waren im Niederrhein Zander und Aale, an der Leine Bachforellen und in manchem Waldtümpel Karauschen), Spaß macht das Fischen immer, mir zumindest.



    Angemerkt sei diesbezüglich, dass viele der heute beliebtesten Fische nichtheimische sind, die strenggenommen dem Hegeziel einer natürlichen Fischartenzusammensetzung entgegenstehen (Karpfen und Regenbogenforelle sind in ganz Deutschland nicht heimisch, Zander im größten Teil nicht, Aale in fast ganz Bayern nicht etc.)

    Schleienangeln von Fred J. Taylor (ISBN 3-490-45014-0) kann ich sehr empfehlen, obwohl das Buch bereits 30 Jahre alt ist.
    Ich hab heuer das erste mal Schleien gezielt in nennenswerter Zahl gefangen (leichte Posenmontage mit Wurm oder Mais), was aber lediglich an dem sehr guten Besatz in einem kleinen Weiher unseres Vereins liegt.


    Das Wissen um Fressverhalten und Zugrouten in den von dir befischten Gewässern dürfte wohl mehr noch als die Angelmethode den Erfolg bestimmen.
    Das gezieltes Schleienangeln etwas Spezielles ist, sieht man ja allein daran, dass man sie nur sehr selten als "Beifang" erwischt.


    Sich auf diese schönen (und schmackhaften) Fische zu spezialisieren ist bestimmt spannend, halt uns mal über deine Fänge informiert.

    Servus,



    Köderfische sollten gerade in geschlossenen Gewässern immer nur aus demselbigen stammen, um das Einschleppen von Fischkrankheiten zu verhindern.
    Sicher ist das manchmal einfacher sich die Köfis anderswo zu besorgen, aber der Aufwand gehört eben dazu.
    Ich habe hinsichtlich der Fängigkeit noch keine Unterschiede zwischen einzelnen Arten festgestellt, bilde mir aber ein, dass Frische besser als Eingefrorene sind, ist aber vielleicht nur ein Gefühl.

    Berichte doch mal bitte in diesem Thread von deinen weiteren Experimenten und Erfolgen an dem Gewässer, würde mich sehr interessieren, weil ich lange ein ganz ähnliches Baggerloch befischt habe.
    Die Methodenbeschreibung vom Schwwarzangler finde ich sehr erfolgversprechend, ich fische viel mit einer ähnlichen simplen Grundbleimethode und Köderfisch am Einzelhaken auf Zander, indem ich ebenfalls langsam einkurbel, leicht anzupfe und regelmäßig kurze Pausen einlege.