BR - Die Zähmung der frei fließenden Donau

    BR - Die Zähmung der frei fließenden Donau

    Wer's nicht gesehen hat und wen's interessiert - vermutlich ganz besonders die Anlieger:
    Gestern wurde das Thema bei "Unter unserem Himmel" aufgegriffen - Die Zähmung der frei fließenden Donau - da kommen interessante Aspekte zur Sprache.
    Ich war und bin ein erklärter Gegner dieses Ausbaus - da versuchen wieder mal Grosskonzerne rücksichtslos ihre gierigen Interessen durchzusetzen, gegen die Interessen der Bevölkerung und auch gegen den Schutz einer in Deutschland einmaligen Landschaft - der Film ist ein weiterer Beitrag in diese Richtung.
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
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    Bin schon tagelang an der Donau gesessen, bzw am RMD-Kanal entlang geradelt: Da fährt vormittags ein Lastkahn vorbei, und vielleicht nachmittags ein zweiter, und ab und zu ein Ausflugsdampfer... Und für große Schiffe sind die Brücken im RMD-Kanal zu niedrig gebaut!
    Der schräge Professor im TV-Beitrag rechnet vor: Zig Schiffe pro Tag ersparen tausende LKW... Ich kann mich erinnern an die Diskussion vor dem Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals: Da haben solche Typen behauptet, die Baukosten des Kanals kommen durch die Schleusengebühren wieder rein...
    Komisch, dieser Herr Professor hat mich irgendwie an Dr.zu Guttenberg erinnert...
    Gruß
    Werner

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    Rückgang des Frachtaufkommens

    Just, vielen Dank für den Link.

    Nach nichteinmal 60 Sek. war klar, in welcher Richtung dieser Beitrag geht. Zitat(e): "...es muss aufgeräumt werden, so viel Rücksicht kann heute nicht mehr gewährt werden...."

    Nebenbei und nur am Rande:
    Anfang des neuen Jahrtausend wurde der unterfränkische Main anbgeblich zukunftsfähig ausgebaut. Mit vielen Nachteilen für die unterfränkischen Fischerei.
    Nach den bemerkenswerten Feststellungen der Bay. Staatsregierung Ende 2010 ging das Frachtaufkommen auf dem Main dagegen um etwa 1/5 zurück.
    Ein deutlicher Zuwachs war lediglich bei den schwimmenden Hotelgastschiffen zu verspüren.

    Seltsam!
    Der Reiz des Angelns besteht in der Jagd nach etwas Flüchtigem, das aber greifbar ist - eine immerwährende Hoffnung!
    (von John Buchan)
    Sehr interessanter Beitrag. Hätte nur noch gefehlt das gleich am Anfang der Schwarzi durch´s Bild gehuscht wär :roflmao:
    Hoffen wir das es nie zum Ausbau der Donau kommt.

    MFG
    uwe123
    Ich tu das was ich für richtig finde sonst würd ich es nicht tun
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    Da ich ja direkt an der Quelle sitze, möcht ich dazu nicht viel sagen.
    Nur sollte mal überlegt werden was getan wird, etwas muss passieren!!!

    Es passieren wöchentlich Havarien auf der Donau zwischen Straubing und Vilshofen. ( Am Sonntag Havarie des Koppelverbandes Odeon)wsv.de/ftp/presse/2012/00200_2012.pdf
    Bist jetzt noch mal "glimpflich" ausgegangen.

    Es kann aber auch anders laufen!


    Aber!!!! rentiert sich ein Ausbau Variante C280 mit Staustufe bei Aicha? Wo ist der Kosten/Nutzenfaktor?



    PS: für alle die es intressiert, was zum Lesen: donauforum.de/files/050308_Zufassung_ROV_Kleemeier.pdf
    '
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    Status Donauausbau

    Hallo zusammen,
    vor eigenen Wochen haben sich die Verantwortlichen der Wasserschiftsfahrtsdirektion Süd und der RMD in unserer Gemeinde (Winzer, LK Deggendorf) der Diskussion gestellt und ein bisschen Propaganda gemacht. Die Ergebnisse der EU-Studie zur Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit liegen noch nicht vor.
    Das seit dem Fall des eisernen Vorhangs gestiegene Transportvolumen von und nach Südosteuropa ist kaum per Wasserstraße transportierbar; entweder handelt es sich um schnell verderbliche oder just-in-tim-Ware; ein Ausbau der A3 wäre volkswirtschaftlich wesentlich sinnvoller.


    Ich glaueb allerdings, dass der Ausbau, egal welcher Variante aus einem ganz einfachen Grund nie kommen wird: Es ist kein Geld da!
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    altbayer schrieb:

    Ich glaueb allerdings, dass der Ausbau, egal welcher Variante aus einem ganz einfachen Grund nie kommen wird: Es ist kein Geld da!

    Und ich glaub, das die Betonmischmaschienen praktisch schon laufen!
    Auf der rechten Donauseite gibts Kreisverkehre, die blinde Abzweiger haben, die alle in Richtung Donau zeigen. Dort wird die Zufahrt an die Baustelle(n) schon geplant.
    Und im Zweifelsfall: Wenn die EON und die RMD keine Kohle zusammenbringen, dann fall ich vom Glauben ab!

    Das Transportvolumen ist mMn. nur ein vorgeschobenes Argument, um da ein Kraftwerk zu installieren!

    Schwarzfischer schrieb:

    Und ich glaub, das die Betonmischmaschienen praktisch schon laufen!
    Das Transportvolumen ist mMn. nur ein vorgeschobenes Argument, um da ein Kraftwerk zu installieren!
    Da kann ich mich dir nur anschliessen, Schwarzi - und zu Letzterem gibt's auch politischen Rückenwind - wir müssen die Energiewende schaffen, koste es, was es wolle :negativ:
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
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    Betonmischer

    Ich hoffe, ihr habt Unrecht.

    Bis die Betonmischer und Saugbagger angeschmissen werden, ziehen allerdings noch locker 8-10 Jahre ins Land; selbst wenn die Ergebnisse der EU-Studie grünes Licht für den Ausbau geben, muss der politische Beschluss erst noch gefasst werden; wie dann unsere Landesregierung aussieht und ob sich am Ende wirklich wer traut, gegen den Willen der Mehrheitsbevölkerung ein unbeliebtes Großprojekt durchzudrücken, wag ich zu bezweifeln. Schau dir z.B. mal die Evolution der Aussagen führender CSU-Politiker zum Donauausbau an, der Wind dreht sich zugunsten der Gegner.

    Das die RMD und Schifffahrtsdirektion Süd bereits in vorauseilendem Gehorsam benötigte Flächen, gerade Ausgleichsflächen aufkaufen, um im Falle eines positiven Bescheids gleich loslegen zu können, ist ein übliches Vorgehen quasi-staatlicher Akteure; die müssen ja nicht betriebswirtschaftlich handeln, sondern können unsere Steuergelder dafür raushauen. Die Bahn ist dafür auch bekannt; deshalb stehen entlang der Schienen ja auch soviele halbfertige Bauwerke.

    In Winzer haben alle Landwirte, bis auf einen (der pokert noch), bereits verkauft.

    Falls wir am Ende doch die Stauschwelle kriegen, glaube ich allerdings auch, dass das Wasserkraftwerk auf dem Fuße folgt.
    Wasserkraft hat ja den besten Ruf unter den Erneuerbaren; gerade gestern hat mir wieder eine Arbeitskollegin stolz erzählt, dass sie nur noch grünen Strom aus Wasserkraft bezieht.

    Als ich ihr erklärt hab, dass das eigentlich blutroter Strom ist und sie die Häckselei der letzten Wanderfischarten selbst in den kleinsten nebengewässern subventioniert, war sie kurz beeindruckt und meinte dann: „ich fisch ja nicht und sehen tut man die Fische ja eh nie“!