Stark fortgeschrittener Hechtbandwurm-Befall

    Helmut wrote:


    @ Josal:
    Da hast du und auch wir anderen mit Sicherheit schon viel schlimmeres gegessen als ein befallene Renke, nur wissen tun wir es oft nicht
    :thumbup:
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    Hallo Zusammen,

    natürlich habt ihr auch recht. Die Entnahme des
    Endwirts hat sicherlich auch Einfluss auf die Population an
    Hechtbandwürmern. Ich wollte damit nur unterstreichen, dass dieser
    häufig überschätzt wird. Eine Totalentnahme des Hechtes würde den
    Parasit natürlich innerhalb weniger Generationen ausrotten. Allerdings
    kann aus meiner Sicht eine Totalentnahme des natürlich vorkommenden
    Toppredators Hecht, auf der Grundlage menschlicher Bedürfnisse
    (Verzehr/Wirtschaftlichkeit), keinesfalls im Sinne der Fischerei
    geschweige denn des Naturschutzes sein. Mal abgesehen das an den
    größeren Vorallpenseen dies nur sehr schwer praktisch umzusetzen wäre,
    hätte ein solche schwerwiegender Eingriff ins Ökosystem wahrscheinlich
    im Endeffekt auch negative Auswirkungen auf die Renkenpopulation...

    Was
    ich meinte ist, dass eine geringfügige Veränderung der Hechtpopulation
    (was die gesamte Entnahme durch Angler, etc. in großen Gewässern wie
    Tegernsee darstellt) wenig Einfluss hat, da die Gesamtanzahl an
    abgegebenen Bandwurmeiern sich um einen Faktor verringert , er in diesen
    Größenordnungen kaum eine Rolle für die Infektionsrate vom ersten
    Zwischenwirt spielt. Es sind quasi immer noch genügend Eier vorhanden um
    die gleiche Anzahl an infizierten Copepoden zu produzieren...

    Die
    Fachberatung für Fischerei weiß das auch, das schon Fachleute! Die
    Frage ist halt genau die, wo und wie und in welchem Maße man überhaupt
    Eingreifen kann/sollte...
    Es wird sich über Bandwürmer beschwert
    -> irgend wann wird entschieden es muss was gemacht werden. Was kann
    überhaupt gemacht werden? Natürlich die Fangbeschränkungen für Hecht
    soweit wie möglich aufheben um zumindest ein Maximum an Entnahmedruck zu
    erzeugen. Was kann noch gemacht werden ? Keine Renkensetzlinge mehr...
    Halte ich persönlich für sehr fragwürdig: Da stellt sich irgendwann die
    Frage was wir eig. wollen? Ich denke es sind doch gesunde vitale
    Fischbestände heimischer Arten. wie bereits erwähnt sind Parasiten mit
    komplizierten indirekten Lebenszyklen wie der Hechtbandwurm der beste
    Indikator dafür !!! Es kommen gleichzeitig noch locker 30 andere
    Parasitenarten vor, die liegen halt nur alle (zum Glück)in den inneren
    Organen, in Auge, Kiemen oder Gehirn, welche ja bekanntermaßen selten
    verzehrt werden. Jede Fischsuppe besteht seit je her zu einem großen
    Anteil aus Wurmeinlage...Parasiten sind keine Krankheitserreger sondern
    einer der ältesten Bestandteile der natürlichen Umwelt.
    Mal ne Frage... werden vom Hechtbandwurm nur Renken und Hecht befallen oder kann sich dieser auch bei Forellen ausbreiten, wenn diese siche auch von aufsteigenden Larven ernähren?
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    Aktuell sieht es wohl so aus, dass bei den Forellen die Larven nicht bis in die Muskulatur wandern, da sie im Magen/Darm absterben. Fressen tun sie die Larven bestimmt auch.

    P.S.

    Ich hab noch dein Filetiermesser. Kann das auch Zusenden wenn du in nächster Zeit nicht zum Tegernsee rauskommst.

    Gruß,

    Stefan

    Helmut wrote:

    Den Hecht kann man am Schliersee vielleicht kurz halten, aber raus bekommen wird man ihn mit Sicherheit nicht, das wird schon seit über 20 Jahren probiert ......
    Für mich ist der Schliersee ein typischer Hechtsee mit schönen Laichgebieten.
    @ Josal:
    Da hast du und auch wir anderen mit Sicherheit schon viel schlimmeres gegessen als ein befallene Renke, nur wissen tun wir es oft nicht ;)
    Da kannst du schon recht haben ..... doch das Auge isst mit bzw. nicht wenn so ein eclicker weißer schleimiger Wurm drin war. :nono: :stopping: :puke:
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