Stark fortgeschrittener Hechtbandwurm-Befall

    Kommst halt mal zu irgendeinem Renkentreffen dann wirst schon sehen wie gut dieser Fisch ist.
    Für so Nordbayern hab ich immer nen Platz im WOMO frei

    MFG
    uwe123
    Ich tu das was ich für richtig finde sonst würd ich es nicht tun
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    uwe123 wrote:

    Kommst halt mal zu irgendeinem Renkentreffen dann wirst schon sehen wie gut dieser Fisch ist.
    Für so Nordbayern hab ich immer nen Platz im WOMO frei


    sers uwe,

    danke dir - und so gott will, werd ich irgendwann auch mal wieder im süden aufschlagen weil schee is scho ^^

    mfg

    der Jazz.

    @just: sehr dubios - evtl. sollt man aber doch ab und an mit hegene fischen ^^
    ...and we will never surrender...
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    Noch mal kurz zum Bandwurmbefall zwei Sachen angefügt:

    Viele meinen ihr Hecht hätte Bandwürmer - meist sind das aber frisch angesetzte Gonaden von Milchnern oder die typischen Fett- und Bindegewebsstränge entlang der Gedärme. Der Hechtbandwurm parasitiert im überwiegenden Fall allerdings IM Darm! Nicht jeder weiße längliche Fetzen im Bauchraum ist also ein Bandwurm!

    Bislang gibt es in allen mir bekannten Ländern mit diesem Problem nur einen Lösungsansatz, um Triaenophorus crassus einzudämmen - loswerden kann man den ab einer bestimmten Gewässergröße nicht mehr - und das ist die schonungslose Entnahme des Endwirts, sprich der Hechte. Gleichzeitig den Bestand der Zwischenwirte ausdünnen. Das sind nicht nur Renken sondern in vielen Fällen auch Barsche (dort kapseln sich die Larven in der Leber ein). Zeitgleich sollte man den Entenschäbeln Konkurrenz vor die nase setzen - Zander oder wo möglich Seeforellen evtl. sogar Waller.

    Wer in Gewässern, die vom Hechtbandwurm befallen sind mit Meister Esox striktes C&R betreibt handelt meiner Meinung nach grob fahrlässig und schadet allen, die gerne einen "wurmfreien" also larvenfreien Barsch oder eine Renke Zuhause in die Pfanne schmeißen wollen.
    Sei nicht fieß, filetier und genieß!!!

    bioharry wrote:

    Wer in Gewässern, die vom Hechtbandwurm befallen sind mit Meister Esox striktes C&R betreibt handelt meiner Meinung nach grob fahrlässig und schadet allen, die gerne einen "wurmfreien" also larvenfreien Barsch oder eine Renke Zuhause in die Pfanne schmeißen wollen.


    :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    MFG
    uwe123
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    :rofl: :rofl: :rofl:

    MFG
    uwe123
    Ich tu das was ich für richtig finde sonst würd ich es nicht tun
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    hier die Bilder:
    Renke, wieder stark befallen und Hecht mit Bandwurm und anderem Fadenzeugs, evtl. die Gonaden die Harry meint?!
    Wäre interessant mal die südliche Seite des Sees zu untersuchen, nur bin ich dort selten zu gange... Bin gespannt ob es bei dem stärkeren Befall der Bodenrenken bleibt, hab ich zumindest heuer so beobachtet... Evtl. hab ich ja auch einfach nur Pech und fang die ganzen Würmer raus.... ;)

    Petri,
    Marcus
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    Das sieht ja nicht gerade appetitlich aus .
    Wobei ich glaube , das im Hecht sind keine Würmer .
    Lasse mich da aber von einem Fachmann ( Harry ) ungern eines besseren belehren .

    Sind die Würmer eigentlich nach dem Braten noch sichtbar ?
    Mir ist da nämlich noch nie etwas aufgefallen .

    Jetzt weiß ich auch , warum ich nach dem Verzehr einer Tegernseer Renke
    jedes mal einen Eiweißschock habe .


    Petri
    Herbert
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    Aha , dann ist das klar .
    Dachte Du meinst das wären alles Würmer .

    Aber wie man diese Viecher ausrotten soll , das weiß wohl keiner .
    Stell ich mir auch sehr schwierig bzw. unmöglich vor .

    Petri
    Herbert
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    So, habe heute auch meine erste infizierte Renke gefangen.
    Ich bin auf folgende interessante Studie vom Grundlsee gestoßen, wenn man sie querliest, kann man doch einige Informationen schnell abgreifen:
    dafne.at/prod/dafne_plus_commo…bericht_Hechtbandwurm.pdf
    Im Grundlsee sind auch Saiblinge vom Hechtbandwurm befallen.
    Die Empfehlung lautet, wie auch bei anderen Tierbeständen durchgeführt: "Alles raus", in dem Falle sogar neben der Hechtpopulation die Saiblingspopulation. An einem Naturgewässer geht dies natürlich nur mit Einschränkungen, aber die Reduktion des Endwirts Hecht ist die einzige praktikable Lösung.
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    Auf beiden Bildern sind eindeutig Bandwürmer bzw. Larven zu erkennen - so viel dazu

    und @Jens: freut micht, dass ein Fachmann die gleiche Meinung vertritt. Macht zwar keinen Spaß nen 25er Hechtschniepel abzuschlagen... aber mei, es geht wahrscheinlich wirklich nicht anders
    Sei nicht fieß, filetier und genieß!!!
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    schon klar - Saiblinge schlüpfen ja auch schon mit 20 cm aus dem Ei 8o
    Sei nicht fieß, filetier und genieß!!!
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    bioharry wrote:

    Macht zwar keinen Spaß nen 25er Hechtschniepel abzuschlagen... aber mei, es geht wahrscheinlich wirklich nicht anders
    Das ist vermutlich der richtige Weg, um die Sache einzudämmen - du müsstest aber im Grund genommen den gesamten Bestand ausrotten (für einen gewisse Zeit), um die Sache wirklich in den Griff zu kriegen - und das halte ich für ziemlich ausgeschlossen.
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
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    Das ist sicher eines der ganz heißen Themen und ich bin in der selben Situation wie der Harry - wir sind im gleichen Verein.
    Ein stark befallener Fisch ist zweifelsfrei eine ekelerregende Angelegenheit, wirtschaftlich ist eine offizielle Feststellung u.U. "Das Desaster mit des Fischers Zaster".
    Die Vermarktung wird kostspieliger und zeitaufwendig und muss durch vielleicht schlechte Rahmenbedingungen (z.B. üble Presse) sogar für eine Zeit völlig eingestellt werden.
    Das Gesundheitsamt würde vermutl. aktiv werden, unangekündigte Kontrollen der Fänge, und/oder von jedem Netzzug werden (ein festgelegter Prozentsatz) ganze, unbeschädigte Fische tiefgefroren und dann periodisch komplett unter "Laborbedingungen" untersucht und andere Möglichkeiten könnten "verordnet" werden.
    Alles keine Sachen die man als Angler und Fischer von seinem Gewässer hören will - wegsehen und/oder nix hören werden es definitiv verschlimmern.
    Die bei uns weitgehend konsequent durchgeführten Maßnahmen mit "totaler Entnahme" für Hechte und Reduzierung der Zwischenwirte plus Futterkonkurrenz sind spürbar erfolgreich.
    Dann wird man auch wieder zum Alltag zurückkehren bzgl. Vermarktung und Verwertung.
    Der Angler sollte sich nicht über den notwendigen, gesunden Zustand seiner Gewässer und deren Fische hinwegsehen, wir haben eine Hegepflicht,oder?
    Der Hecht und der Bandwurm können nicht ausgerottet werden trotz all der Maßnahmen. Die Natur braucht auch den Hecht und sein Bestand wird sich trotzdem von selbst einpegeln, daher ist es wichtig auch die Konkurrenz für den Hecht zu pushen. Dazu eignen sich gewässerspezifisch verschiedene Raubfischarten um diesen Pegel etwas niedriger zu halten.
    10 Jahre später werden immer noch große Hechte gefangen, die Stückzahlen der ganz Großen werden etwas zurückgehen, der Befall der Renken Saiblinge oder Barsche wird fast vergessen werden und z.B. gute, schöne Zander werden die Angelfischerei bereichern.
    Das ist alles schon verdammt viel Veränderung, vermutlich für den klassischen "Sturschädler" anfänglich sowieso zu viel. Im Laufe der Jahre, mit Hilfe vernünftiger Kontrollen, werden sich aber auch immer mehr dieser Sorte daran halten oder ihr Denken ändern.
    Der Weg wird steinig und schwer - aber, er hat eine positive Wirkung. auf das, was wirklich wichtig ist - ein gesünderer Fischbestand.

    Petri Heil
    Stephan
    :blush2:


    Wie in der sehr interessanten und für eine wissenschaftliche Arbeit ungewöhnlich "freizügig" mit Meinungen versehenen Veröffentlichung steht, ist aber halt auch jeder Besatz mit gewässerfremden Fischen mit potentiellen neuen Risiken versehen. So sorgt der Hechtbesatz vor 50 Jahren heute für die Probleme, sicherlich erst durch die neue Komponente des Bandwurms, aber der Eintrag von neuen Organismen hat eben nicht nur eine, sondern viele Konsequenzen, die sich eben nicht alle abschätzen lassen. (Ich bin aber auch für die Zandervariante, nicht zuletzt, weil ich endlich mal einen fangen will :)
    Beispiele gibt es ja genug auf der Welt.
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    Ich hab vor zig Jahren (ist glaub ich schon 20 Jahre her) mal etwas in der Fachpresse gelesen das die in der Schweiz den Hechtbandwurm auch mit "fremden Fischen" bekämpft haben.
    Die haben im Bieler See (glaub ich) den Namaycush eingesetzt und der gedeit seitdem wunderbar und hat auch eine positive Auswirkung gegen den Hechtbandwurm.
    Also nicht alles was ausn Ausland kommt ist nix. Aber das sollten doch die Biologen und Fischwirte bestimmen und nicht wir hier.

    MFG
    uwe123
    Ich tu das was ich für richtig finde sonst würd ich es nicht tun
    Da stellen sich m.E. noch ganz andere Fragen - ich hatte es ja in einem anderen Posting schon mal geschreiben - die Zwischenwirte, die Fischnährtiere.
    Offensichtlich hat der Hechtbandwurm ja bereits einen Wirtswechsel vollzogen. Die Wahrscheinlichkeit ist also nicht mal klein - selbst wenn der Hechtbestand ausgerottet würde - dass der Parasit sich einen anderen Wirt, also eine andere Fischart sucht. Die Natur ist manchmal ziemlich flexibel.
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
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    Bis die den Endwirt wechseln - das werden wir alle nicht mehr erleben. So was dauert 10.000de Jahre... Da macht euch mal keine Gedanken ^^
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