1000 Kubikmeter Gülle fließen in die Große Laaber

    1000 Kubikmeter Gülle fließen in die Große Laaber

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    Aus einer Biogasanlage bei Landshut sind gestern Morgen 1000 kubikmeter Gülle ausgeströmt und sind über einen Zuleiter in die Große Laaber geflossen.

    Obwohl die Feuerwehr schnell reagierte und den Fluß an mehreren Stellen staute sowie mit Ortsansässigen Landwirten das vergüllte Wasser mit ihren Jauchefässern abpumpte, kam
    es zu einem größeren Fischsterben.

    Von den Langzeitfolgen gar nicht erst zu sprechen... Vielleicht können einige betroffene Forumsmitglieder etwas detaillierter darüber berichten. Bilder von dieser Aktion habe ich im Netz (noch) nicht finden können...
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    Ölunfall vor Frankreich, Gülleunfall in der Laaber, ich kanns bald nicht mehr hören, die Menschheit vernichtet sich immer schneller (:-
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    Nugmen schrieb:

    Ölunfall vor Frankreich, Gülleunfall in der Laaber, ich kanns bald nicht mehr hören, die Menschheit vernichtet sich immer schneller (:-


    Geht mir auch so! Langsam wird es immer mehr zur Gewissheit, daß die Menschheit den Planeten schon irgendwie kaputt bekommen wird.... :dash:
    Ostseeoporose und Bachflohkrebs sind fast geheilt.
    Gegen Coregonitis kann man anscheinend nichts machen...
    :crazy:

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    Nachlässigkeit, Egoismus, Verantwortungslosig- und Gleichgültigkeit sind die Hauptursachen für solche Unfälle. Das wird man aus bestimmten Menschen nicht mehr herausbringen!

    Solange man die Einstellung "Nach mir die Sintflut" aus so manchen Zeitgenossen nicht verändert, wird weiterhin grob fahrlässig gedacht und gehandelt werden!

    Leider hat dieser Personenkreis absolut nicht so einen Bezug zur Natur wie wir. Erst "Wenn das Kind in den Brunnen gefallen" ist, wird aufgewacht und versucht zu retten, was noch zu retten ist. Ob dabei die Natur mit Ihrer oft einzigartigen Flora und Fauna kurz- oder langfristig gestört oder vernichtet wird, interessiert nur die, die darin leben wollen oder müssen bzw. ihren Lebensunterhalt mit verdienen müssen....
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    Sehe ich nicht ganz so... So was passiert oft bei kleinen bis mittleren Anlagen, die von Landwirten betrieben werden. Und die leben in der Natur und müssen mit ihr auch ihren Lebensunterhalt verdienen. Ich glaube kaum, dass da Vorsatz oder absolute Fahrlässigkeit dahintersteckt
    Sei nicht fieß, filetier und genieß!!!

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    Seh ich auch nicht so, Harry.
    Wer biologische Kohle verdienen will, der sollte den Ehrgeiz haben, sie sauber zu verdienen.
    Wartung und Vorsicht sind da oberste Priorität-
    Kostet extra, wird umgelegt - ok, mein Frühstücksei kostet also einen Cent mehr.

    Geplatzte Tanks wird's dann immer noch geben, Versicherungen auch - was mach ich damit?
    Ich werf sie einfach ins tote Gewässer - aber aus Geldscheinen und Münzen werden nun mal keine Fische und auch kein Laich.

    Im Alter werde ich immer radikaler, ich kann meinen Kundern und Enkeln nur sagen "Ich hab's versucht".
    Ich hab auch immer versucht, die Jugend zu aktivieren: "Ihr seid eure Zukunft, macht eure Politik - ich muss die meiner Elterm ausbaden."
    Hat nix genutzt - ich gehöre inzwischen zu den alltersgerecht endgültig Entsorgten.

    Auf einmal steht jetzt die Jugend auf - mein alter Traum ...
    Ich werd da immer der alte Depp sein - Höflichkeit ist auch nicht mein Ding - Hauptsache, die Gören machen endlich was ...
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
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    Naja, wer bei einer Projektierung und beim Bau einer Anlage auf einfache, aber sehr wirkungsvolle Schutzmechanismen verzichtet, handelt in meinen Augen nicht nur fahrlässig sondern vorsätzlich. Zitat aus dem von Fischmukl verlinkten Bericht: "...Die Abgeordnete weist in ihrer Mitteilung darauf hin, dass die Biogasanlage in Eggersdorf offenbar keine ausreichenden Schutzvorrichtungen besitze. Um die Gewässer in Zukunft vor solchen Unfällen zu schützen, fordert Müller verpflichtende Umwallungen bei Biogasanlagen...."
    Wenn jemand beim Bau einer solchen Anlage diesen "Verzicht" übt*, dann gewiss nicht aus Menschenliebe oder aus Liebe zur Natur. Wenn, dann nur um sein Betriebsergebnis schneller ins Positive zu drehen. Auch wenn das sehr einfach klingt, bin ich mir sicher, daß dies der einzige Grund dafür ist.

    *Im Übrigen finde ich es eine unglaubliche Sauerei, daß dies nicht von behördlicher Seite vorgeschrieben wird! Für mich sind die Gesetzgeber sowie zuständigen Behörden mindestens mitschuldig an diesem und kommenden Vorfällen dieser Art.
    Ostseeoporose und Bachflohkrebs sind fast geheilt.
    Gegen Coregonitis kann man anscheinend nichts machen...
    :crazy:

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    Dein letzter Sternchensatz ist es. Die Bauvorschriften scheinen jetzt nicht verletzt worden zu sein. Nur diese verhindern eben solche Fälle nicht. Und freiwillig über diese gesetzlichen Vorschriften zu gehen, macht auch nicht jeder. Oft ist bzw. war halt so billig wie möglich die Devise, gerade in der Boomzeit dieser Anlagen.
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    Na ja, die Landwirte haben diese Anlagen bestellt und als "Stand-Of-The-Art" geliefert bekommen. Erfahrungen hatten damit vorher die wenigsten und haben sich einfach auf die Angaben der Hersteller und des TÜVs verlassen... das ist die Krux an der Geschichte!
    Sei nicht fieß, filetier und genieß!!!

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    Was mich nachdenklich macht, das wir auch so eine Biogasanlage etwa nur 1,5km oder etwas näher von einem unseres größten Vereinsees stehen haben.
    Steht direkt an einer Straße an einem Berghang.

    Sollte da mal ein gleicher Unfall passieren, läuft die Gülle dann in den Farnbach und der fließt dann in den Traumsee, welcher dann allerdings zum Alptraumsee wird...

    Tja, eigentlich muss es keine Gülle sein, die das Leben in einem Gewässer auslöscht.
    Da viele Kläranlagen an Flüssen stehen, braucht es nur einen technischen Defekt, eine Fehlbedienung oder/und (einen) unaufmerksame(n) Klärwärter geben und es werden so im schlimmsten Fall un- oder erst teilgeklärte Abwässer eingeleitet...

    Das war übrigens Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre auf den kroatischen Adria-Inseln von den Hotelkomplexen und von Campingplätzen der Fall, wo sämtliche Abwässer in Sichtweite vom Ufer ins Meer gepumpt wurden...
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