Probleme bzw. fast Skandal mit Malachitgrün

    Der Kiffner hat sich selbst angezeigt, und es sind wahrscheinlich mehrere Vereine betroffen. Die Moosburger werden nicht die einzigen Vereine sein, auch die Konsumenten die im Hofladen seine Ware gekauft haben könnten davon betroffen sein. Im Wildfisch aus der Moosach wurden keinen Rückstände gefunden. Ein Aitel wurde untersucht. Mal sehen wie die betroffenen Vereine darauf reagieren. Ich persönlich habe auch Satzfische vom Kiffner in der Tiefkühltruhe. Ich bin am überlegen sie untersuchen zu lassen.
    Ich sags noch mal. Die Belastung der Fische stromabwärts, also in den anderen Fischzuchten, kann nicht! von Fischen herrühren, die oberhalb "belastet zugekauft" eingesetzt und gemästet wurden. Entweder diese Fische wurden ebenfalls belastet! zugekauft, oder jemand hat das Malachitgrün literweise oberhalb dieser Fischzuchten ins Wasser gekippt. Den Rest der Handlungskette kann man sich selbst ausdenken...
    Sei nicht fieß, filetier und genieß!!!
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    bioharry wrote:

    Ich sags noch mal. Die Belastung der Fische stromabwärts, also in den anderen Fischzuchten, kann nicht! von Fischen herrühren, die oberhalb "belastet zugekauft" eingesetzt und gemästet wurden. Entweder diese Fische wurden ebenfalls belastet! zugekauft, oder jemand hat das Malachitgrün literweise oberhalb dieser Fischzuchten ins Wasser gekippt. Den Rest der Handlungskette kann man sich selbst ausdenken...


    Fische aus Isar waren schwer mit Leukomalachitgrün belastetHartl wurde sofort aktiv. In der Tiefkühltruhe hatte er noch zwei Regenbogenforellen, die er aus dem betroffenen Isarabschnitt gezogen hatte. Und weil Forellen „standorttreu“ sind, ist er sich nahezu sicher, dass die Fische mit den in Freising gekauften identisch sind. Die brachte er zum Tiergesundheitsdienst Bayern nach Grub bei Poing. Das schockierende Ergebnis, das dem FT vorliegt: Beide Fische waren mit 332 Mikrogramm Leukomalachitgrün pro Kilo schwer belastet. „Wenn man bedenkt, dass dieses Arzneimittel seit 2004 für Speisefische verboten ist, weil es krebserregend sein könnte, und wenn man bedenkt, dass daher eine Null-Toleranz besteht, ist das ein sehr hohes Messergebnis“, stellt Hartl klar. Auch der Arzt im Labor sei über den Wert erschrocken gewesen. Zugleich hat der Anglerverein einen Weißfisch, einen sogenannten Aitel, zur Untersuchung gebracht, der in der Moosach geboren und aufgewachsen war. Dieser Fisch wies überhaupt keine Belastung auf. Damit steht für Hartl fest: „Die Fische sind nicht über das Wasser verunreinigt worden, sondern wurden direkt mit dem verbotenen Mittel behandelt.“

    merkur.de/lokales/freising/fre…et-sich-aus-11828743.html
    Da in der Isar vielleicht schon, das mag direkter Besatz sein... aber was ist mit den 2 Betrieben unterhalb vom Kiffner... die sind auch betroffen. Der obere mehr, der untere weniger... Und dann die Belastung des Geschiebes. D.h. für mich, da war freilich was im Wasser.
    Abgesehen davon hat der Merkur-Artikel ein paar nette Fehler. Regenbogner sind alles andere als standortreu. Und Fische werden im übrigen auch nicht geboren. Na ja...
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    bioharry wrote:

    Da in der Isar vielleicht schon, das mag direkter Besatz sein... aber was ist mit den 2 Betrieben unterhalb vom Kiffner... die sind auch betroffen. Der obere mehr, der untere weniger... Und dann die Belastung des Geschiebes. D.h. für mich, da war freilich was im Wasser.
    Abgesehen davon hat der Merkur-Artikel ein paar nette Fehler. Regenbogner sind alles andere als standortreu. Und Fische werden im übrigen auch nicht geboren. Na ja...


    Wie das auch immer sein mag. Wer weiß wie oft Fische mit Malachitgrün behandelt wurden, wer weiß wie lange das schon ging. Eine riesige Sauerei. Gab es da nicht einmal ein Skandal am Wörthsee? Mit dem Kiffner? Elsässer statt Seesaiblinge?
    Zitat: Damit steht für Hartl fest: „Die Fische sind nicht über das Wasser verunreinigt worden, sondern wurden direkt mit dem verbotenen Mittel behandelt.“

    Wie sollen die Fische direkt behandelt worden sein? Mit Tabletten oder Spritzen oder was? So ein Schmarrn.
    Malachitgrün kommt ins Wasser wo die Fischerl rumschwimmen und damit dann in den Abfluss von der Zucht und damit in die Moosach etc.. Also daran gab's jetzt doch keine ernsthaften Zweifel oder habe ich da was falsch verstanden?
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    Alles in allem passt die Nummer doch genau in das 1000-Teile-Puzzle der offiziellen Verbraucher-Verarsche - egal ob es sich um Glyphosat, Malachitgrün, Brand einer Raffinerie, eines Chemiewerks, Leck in einem AKW oder ähnliche Vorfälle handelt: "Eine Gefährdung der Bevölkerung hat zu keiner Zeit bestanden, aber schliessen Sie bitte Ihre Fenster und informieren Sie ihre Nachbarn."

    Und wie sieht das in diesem Fall eigentlich genau aus - Selbstanzeige schützt vor härterer Strafe, ähnlich wie bei Steuersündern?
    Wer entschädigt die unterliegenden, vermutlich unbeteiligten aber betroffenen Fischaufzuchten - der eigentliche Verursacher dürfte ja pleite sein, die Unterlieger mglw. deshalb pleite gehen?
    Muss da wieder mal der Steuerzahler herhalten - wieder mal für staatliches Unvermögen?

    Betroffene Fischereivereine und mglw. geschädigte Angler/Verbraucher gucken da m.E. eh in die Röhre - Schaden nicht beweisbar oder zu gering.
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
    Na ja, welche Fische der Züchter beproben lässt, liegt ja in seiner Hand. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Abgesehen davon, lager sich das zeug im Geschiebe ab, kommt also irgendwann mal unten an, bzw. wird über Kleinlebewesen weitertransportiert. Für mich ist das immer noch eine Riesensauerei...
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    Schön... dann ist ja auch Radioaktivität nicht gefährlich, auch wenn die Messergebnisse über 20.000% über dem Grenzwert liegen. Werte von über 200 - 400 Mikrogramm LMG auch bei Wildfischen, aha ... wen interessiert´s, wenn der Grenzwert bei 2 Mikrogramm liegt? Ist halt a bisserl mehr... Macht doch nix. Kann man noch essen, schmeckt genauso wie vorher. mann, mann, mann...
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    Und nach dieser unglaublichen "Umstrukturierungsmaßnahme"(siehe Anhang) geht's jetzt weiter, als wär nie was gewesen...
    Files
    • Kiffner.pdf

      (1.23 MB, downloaded 29 times, last: )
    Fische sind statistisch gesehen die am seltensten überfahrenen Tiere
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    allein dieser Teil... "Auf Worte der Reue von Kiffner warteten die Anwesenden im Gerichtssaal vergeblich. Das Geständnis ließ er in verklausulierter Form über seinen Anwalt erklären.
    Und auch die Chance, sich nach der Urteilsverkündung zu äußern, ließ er verstreichen. Kein Wort der Entschuldigung an die Fischbetriebe, die er an den Rand des Ruins gebracht hat. Kein Wort der Entschuldigung an die
    Verbraucher, denen er belastete Fische vorsetzen wollte. Nur Schweigen."

    Seids ma ned böß... es geht nicht drum jemand öffentlich an die Wand zu stellen, aber sowas geht gar ned. Bis das Malachitgrün ausgewaschen und die Isar runter ist, vergeht noch einige Zeit. Mir tut´s echt leid für die Fischbetriebe und alle Anlieger stromabwärts. Und ja Buchi.. dann soll er halt zusperren. Bis die Becken oben sauber sind dauerts noch a Zeit und dann kann er sie als Entschädigungung an die Betroffenen weitergeben. Was der da abgezogen hat ist einfach unverschämt,,,
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    Fischercaro wrote:

    Und nach dieser unglaublichen "Umstrukturierungsmaßnahme"(siehe Anhang) geht's jetzt weiter, als wär nie was gewesen...


    Wunderbarer Inhaberwechsel. Damit ist der Kiffner ganz offiziell raus. Wird interessant für die Schadensersatzfragen. GmbH ist halt immer etwas schwierig, da ans Privatvermögen ran zu kommen. Insbesondere wenn dann nach Jahren des Streits dann final z.B. die " Hand gehoben" wird.
    FinkFisch GmBH( Stammkapital 37500€), den Namen sollte man sich merken. Ich hoffe auch der Verband merkt sich diesen Namen;)
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    keiner sperrt einen gut laufenden Betrieb zu, von dem er lebt, schließlich ist er Selbstständig
    und kein Angestellter, was soll er danach machen ? von was seine Familie leben ?

    Letztendlich regelt das der Markt, wenn keiner bei Ihm einkauft hat er was Falsch gemacht
    und muss mit den Konsequenzen leben.

    Das sollten sich alle mal hinter die Binsen schreiben.

    Wir holen dort nur unsere Fische ab die wir vom Verband ( in der Regel Rutten-, Nasen- und Barbensetzlinge ) bekommen ab, Forellen schon lange nicht mehr.
    Tight Lines wünscht Buchi
    außerdem wer versteht schon unsere Justiz, ich kann in letzter Zeit nur noch den Kopf schütteln, welch absurde und (meiner Meinung nach) nicht nachzuvollziehende Urteile gesprochen werden.

    Da vergewaltigt einer eine 13-Jährige und kommt mit Bewährung davon
    https://www.waz.de/staedte/duisburg/13-jaehrige-vergewaltigt-deshalb-kommt-der-taeter-48-frei-id226893859.html

    Da wird ein Drogendealer mit 60kg Heroin erwischt und kommt aus der U-Haft frei, weil der nächste Gerichtstermin "unverhältnismäßig" lang dauert.
    https://www.morgenpost.de/brandenburg/article226747313/Mutmasslicher-Drogendealer-aus-Brandenburger-U-Haft-entlassen.html

    Aber einer der Pfandkisten klauen wollte, bekommt Stande Pedes ein halbes Jahr ohne Bewährung
    https://www.rtl.de/cms/halbes-jahr-haft-fuer-versuchten-pfandkisten-diebstahl-4406023.html

    Geht es nur mir so, dass ich solche Urteile einfach nicht verstehen kann (und will). Solchen Richtern würde ich am liebsten auf die Fresse hauen. Und wenn ich der Vater dieses Mädchens gewesen wäre, hätte ich das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch getan.
    Tight Lines wünscht Buchi
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    @ Buchi.. das Gericht bzw. die Staatsanwaltschaft hat im Fall Kiffner eindeutig nicht begriffen, um was es da eigentlich ging. Das war kein Sachschaden (nicht nur), das war vorsätzliche Körperverletzung in tausenden Fällen.
    Stell dir vor ein Apotheker mischt absichtlich in jede Aspirin a bisserl Malachitgrün rein und verkauft die dann. Was wäre dann? Der ist auch selbständig und der kann nach seiner Haftstrafe persönlich nochmal seinen Laden zusperren.
    m.M. hätte der Verband mitklagen sollen (hat er nicht, oder?)
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    Hat er nicht. M.m.n. wollte man das nicht hochschaukeln lassen. Viele Besatzfische aus dem Artenschutzprogramm wurden ja jahrelang bei ihm bezogen. Ein weiterer Lebensmittelskandal mit schlechten Bild auf die heimischen Fischzuchtbetriebe wollte man sicherlich vermieden sehen.
    Blieb ja alles sehr auf kleiner Flamme. Außerhalb Oberbayerns hat wohl kaum einer Notiz davon genommen;)
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    Was aus meiner Sicht erschwerend hinzukommt: das war keine einmalige Sache, erstmaliger " Ausrutscher" sondern der Kiffner war Mehrfachtäter und schon früher diesbezüglich auffällig. Das kam allerdings vor Gericht offenbar nicht zur Sprache.
    Dass der Angestellte der auf Anweisung seines Chefs handelte und dafür selbst immerhin etwas weniger als die Hälfte der Strafe seines Chefs ( welcher mit Sicherheit ein deutlich höheres Einkommen als sein Angestellter hatte) erhielt, empfinde ich persönlich durchaus als mindestens ebenso fragwürdig.