Probleme bzw. fast Skandal mit Malachitgrün

    Probleme bzw. fast Skandal mit Malachitgrün

    Servus zusammen,
    ich weiß nicht, ob es jeder mitbekommen hat. Es gibt min. 3 Fischzüchter, die mit Malachitgün (krebserregend!) behandelte Fisch in den Umlauf gebracht haben. Das kann auch evtl. Fischbesätze der Vereine betreffen...
    Hier mal zwei Artikel, die die Sache schildern!
    merkur.de/lokales/freising/fre…erger-nicht-11828743.html
    sueddeutsche.de/muenchen/freis…-moosach-fische-1.4357731

    LG
    Da Harry
    Sei nicht fieß, filetier und genieß!!!
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    Malachitgrün meinst du.
    Das Zeug gibts für die Aquaristik überall verschreibungsfrei und bekämpft normal kleinere Hautgeschwüre und vor allem Ichthyophthirius auch Weißpünktchen Krankheit genannt.
    Diese Krankheit wird du Stress bzw, falsche Pflege, Falsche Hygiene Überbesatz im Aquarium ausgelößt.Weiol ja mittlerweile jeder depp ein aquarium hat ohne basiswissen,
    und wenn dann die Krankheit auftritt dann schüttet man halt einfach dieses Medikament ins Becken. Das Medikament kann man nur durch Aktivkohlefilterung neutraliesieren.
    Die meisten machen einfach einen großen Wasserwechsel und so gelangt es einfach durchs Abwasser in unserern Wasserkreislauf.
    Ich möchte nicht wissen wieviel von dem Zeug in unserem Wasser landet.
    Auch wenn ein Mensch zwanzig Sprachen beherrscht, benutzt er doch seine Muttersprache, wenn er sich in den Finger schneidet.
    Bressen.. das ist richtig. Aber ein500 Liter Aquarium ist was anderes als ein Teich, in dem Speise- und Besatzfische großgezogen werden....
    Sei nicht fieß, filetier und genieß!!!
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    Ich kenn das Zeugs gegen Ichthyo auch aus der Aquaristik seit den 1970ern - de.wikipedia.org/wiki/Ichthyophthiriose
    Gab's damals in kleinen Glasfläschchen mit Pipette - zwegens der exakten Dosierung, ein Tropfen auf soundsoviel Liter Wasser.
    Wer das Mittel in kommerziellen Nutzfischbetrieben (muss ja dann literweise sein) einsetzt, den sollte man mindestens wegen versuchter vorsätzlicher Körperverletzung drankriegen.
    Und die schweigsame zuständige Behörde wäre für mich wegen Unterlassung und ggf. Beihilfe fällig.

    Seit Wochen sind Schüler und Studenten (mittlerweile auch Wissenschaftler und Eltern) Freitags auf der Strasse, um für eine erlebbare Zukunft zu demonstrieren - hier haben wir ein schönes Beispiel von Tun und Vertuschen, warum deren Protest absolut sinnvoll ist.
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
    Ich lese viel - auch online (ohne facebook) - schütt das alles durch ein virtuelles Sieb und klaub mir aus dem mickrigen Rest das für mich Logischste raus.
    Das gleiche ich dann mit dem ab, was mir mein Verstand sagt - das Ergebnis habe ich oben beschrieben.

    Vor zwei Tagen war das sogar Thema im BR-TV - seitdem findet man nix mehr, auch nicht im Videotext.
    Also kuckeln ...
    Wieso hab ich manchmal den Verdacht auf "Maulkorberlass" ?
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    Ich habe festgestellt, das die Behörden versuchen, so ein Geschehen sofort herunterzuspielen oder zu verharmlosen!

    In dem Bericht ist die Rede von "wenigen 100 Kubikmetern Gülle, dann sind es auch nur 1000 Liter. In Wahrheit waren es aber 1000 kubikmeter, das sind schon ein paar Liter mehr!

    Dann im Fall der mit den verseuchten Forellen: Das Landratsamt gab sofort die Stellungsnahme heraus, das die Malachitgrün Konzentration im Fischfleisch nicht gesundheitsschädlich wäre... Obwohl die diese Behauptung nie beweisen konnten!

    Auf jeden Fall könnte das absolute Gegenteil bewiesen werden!

    Ein anderer, ähnlicher Fall: Vor vielen Jahren habe ich mal herausgefunden, das in einem Wasserschutzgebiet in der Nähe des Flußes Schwarzach, im zweiten Weltkrieg ein Deutsches Jagdflugzeug abgestürzt ist.

    Dieses liegt immer noch ungeborgen in der grundwasserführenden Tiefe. Ich habe mich an die Presse gewendet, die in mehreren Zeitungsausgaben berichtete.

    Das Wasserwirtschaftsunternehmen hat im Wrackbereich Bohrungen veranlaßt und Probeentnahmestellen für Grundwasser eingerichtet.
    Natürlich hieß es dann später von Behördenseite, für das Trink- und Grundwasser sowie für die Schwarzach bestünde keine Gefahr....

    Hallo?! Geht's noch? Ein einmotoriger Jäger hat über 30l Schmieröl, Hydraulikflüssigkeit und hunderte Liter Benzin an Bord, und dann heißt es: Keine Gefahr? Da haben die unabhängigen Gegenproben von Umweltbehörden bzw. - Laboren gefehlt, die aber unbedingt notwendig gewesen wären!

    Ich glaube, das sich die Wasserversorger nur eine teure Wrackbergung ersparen wollten... und die Bevölkerung (und sich selbst) auch angelogen haben....
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    Ich möchte nicht wissen was alles in unsere Flüsse und Seen geleitet wird ohne das wir es wissen (:-
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    Na ja.. da wird von "Ekelfisch gesprochen"! Über 300 Mikrogramm Leukamalachitgrün pro Kilo Fisch sind aber nicht ekelerregend und kein Pappenstil. Das Zeug ist potentiell krebserregend, leberschädigend usw.. und ich sag´s noch mal... der Grenzwert liegt EU-konform bei für den Verzehr gedachten Lebensmitteln bei Null! Halbwertszeit des Leukomalachits liegt bei ca. 1,5 Monate. D.h. Vereine, die im November solche Fische besetzt haben, haben ihre Regenbogner, Bachforellen Saiblinge (vielleicht sogar Karpfen o.ä. ) aus diesem Besatz wann wieder unter der Nachweisgrenze, also ich sag mal unter 1 Mikrogramm/kg? Nach ca. 9 Monaten...!!!! Das würde bedeuten, dass kein Fisch, der vor Oktober gefangen ist verzehrfähig ist. Das war´s dann mit der Salmonidensaison, wenn man hauptsächlich Satzfische im gewässer hat.
    Für mich ist das ein Vollversagen des Landratsamtes. Es rückt die Namen der Betriebe nicht öffentlich raus und ich weiß wirklich nicht, ob betroffene Vereine darauf hingewiesen wurden.
    Freunde, das ist tatsächlich mehr als bedenklich!
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    Besonders bedenklich finde ich dabei, dass das Zeug mittlerweile wohl auch in der Isar nachgewiesen wurde.
    Das heisst ja wohl demnach, dass der Mist mit dem Wasser nicht wirklich verwirbelt bzw. verdünnt wird - oder es erfolgt immer noch ein ständiger Eintrag.
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    Natürlich nicht.
    Wir haben aber auch glücklicherweise nix aus der Freisinger Gegend bezogen.
    Unserer züchtet vom Ei bis zum Verkaufsfisch heran. Haben bei ihm keinerlei Vertrauenszweifel.
    Es gibt aber genügend Händler, welche kaufen, mästen und weiterverkaufen. Kann ein großer Rattenschwanz dran hängen.
    Echt üble Nummer und noch üblere Informationspolitik.
    Also laut unserem Vorstand gibt es bei uns am Ort schon einen Verein der ein Jahr nicht fischen darf.
    Sauerei so etwas.
    Meinen Traumfisch habe ich schon gefangen.
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    Wollt ihr mich verarschen? Wenn die Betriebe stromabwärts betroffen sind, kann es nicht sein, dass zugekaufte Fische oberhalb das verursacht haben. Das war wenn dann im Wasser! Und selbst wenn ein Mitarbeiter einen "Fehler" macht... Hallo? Das Zeug ist verschreibungsplichtig... das darf der gar nicht in solchen Mengen oder überhaupt haben. Ganz ehrlich... da muss man eigentlich nur eins und eins zusammenzählen, aber sich auch fragen, warum sind die Behörden da so träge.
    Also ganz kurz zum Mitdenken. Stromaufwärts sind vermeindlich zugekaufte Fische, die belastet sind, also mit Leukomalachitgrün der eigentliche Auslöser und durch Selbstanzeige bekannt. Stromabwärts sind 2 Betriebe betroffen, deren Belastungen angeblich durch das Wasser kamen. Die Fische stromaufwärts scheiden das Gift aber nicht aus, sondern das muss ja oben offensichtlich jemand ins Wasser reingeschüttet haben. Ergo?
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    Na ja... das heißt, der oberste in Stromrichtung gesehen hat auf jeden Fall etwas gemacht. Und das kann nicht bedeuten, er hätte belastete Fische gekauft. Nein, er muss! das Zeug in größeren Mengen ins Wasser gegeben haben!
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    ...wenn man den Merkur-Artikel liest ist man nach Schlagworten wie "grünes Wasser" und "Wiederholungstäter" schon sehr über die zurückhaltende Reaktion der Behörden erstaunt....

    ...in meinen Augen erfüllt das den Tatbestand der (versuchten) Körperverletzung

    chris0000 wrote:

    ...wenn man den Merkur-Artikel liest ist man nach Schlagworten wie "grünes Wasser" und "Wiederholungstäter" schon sehr über die zurückhaltende Reaktion der Behörden erstaunt....

    ...in meinen Augen erfüllt das den Tatbestand der (versuchten)…


    Etwas tun und ermitteln ist das eine, darüber während laufender Ermittlungen an die Presse gehen ist das andere. In Deutschland gilt nunmal die Unschuldsvermutung bis zur rechtskräftigen Verurteilung. Dass ein Betrieb geschlossen und mit einem Verkaufsverbot belegt wurde, ist während eines laufenden Verfahrens ja schon ein massiver Eingriff und sagt eigentlich alles aus.

    Versuchte Körperverletzung könnte natürlich vorliegen, aber angesichts der offensichtlichen und viel näher liegenden Straftaten ist das eher untergeordnet, ganz zu Schweigen von den zivilrechtlichen Forderungen, die auf den einen Herrn zukommen werden (und die durch keine Versicherung abgedeckt sind).
    Coregonenfischen * * Bootsfischen
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    Fischmuckl wrote:

    Du meinst damit, alle Fischarten müssten betroffen sein, nicht nur die Satzer.

    Ich denke ja ...
    Die Uni hat m.W. erstmal nicht die Fische, sondern das Geschiebe untersucht.
    Als dabei "komische" Befunde vorlagen und an die Öffentlichkeit gelangten kamen daher diverse Vermutungen, die dann nähere Untersuchungen an Fischen auslösten.
    Sollte das stimmen, dann liegt eine fundamentale Verseuchung der Nahrungskette vor - am Flussboden (Geschiebe) leben die meisten Nährtiere unserer Fische.
    Ich habe keine Ahnung, wie schnell (oder langsam) Malachitgrün abgebaut wird, scheint aber länger zu dauern - wenn ich mir die Fangsperren der jeweiligen Gewässer anschaue.
    Da sind u.U. nicht nur kontaminierte Besatzfische betroffen ...

    Im Sinne von Hubert, dem ich übrigens absolut zustimme:
    Wir können hier nur öffentlich vermuten, weil die staatlichen Stellen mauern - die sprechen dann auch Recht.
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
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