Bissl was vom Walchensee

    Naja, hiess ja auch "Winter am Walchensee" - ich hab's mir angeschaut und einige Leute wiedererkannt.
    Bin im März wieder am See - mein 31stes Jahre an diesem "Tümpel mit grandiiioser Aussicht" - das kann nur Liebe sein ;)
    Ich komme so langsam in das Alter, in dem man resümieren kann - ja, der Walchensee ist meine grosse Liebe.
    Ich habe einige grössere Gewässer über viele Jahre befischt - Lahn, Edersee, Main und Chiemsee - und war immer wieder erstaunt, was für tolle Berichte darüber in irgendwelchen Fachzeitschriften erschienenn sind.
    Die besten Ergebnisse - die grössten Fische - hatte ich immer in Kleingewässern.
    Ich wurde aber noch nie irgendwo für einem erfolglosen Abend mit einem so grandiosen Sonnenuntergang entschädigt, wie am Walchensee.
    Wir hatten das Thema ja schon - man liebt ihn oder man hasst ihn.
    Ich liebe ihn seit über 30 Jahren - das einzige Gewässer, an dem ich (auch ohne Fang) immer zufrieden nach Hause komme.

    Mein Vermieter kam in dem Film übrigens auch vor, hab ihn schon als kleinen Bub kennengelernt - Walchensee ist für mich .... - Walchensee!

    Der See ist für mich kein Zustand, er ist ein Ereignis..
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de

    Just wrote:

    ....
    Ich wurde aber noch nie irgendwo für einem erfolglosen Abend mit einem so grandiosen Sonnenuntergang entschädigt, wie am Walchensee.
    ...

    Der See ist für mich kein Zustand, er ist ein Ereignis..


    Genau so geht es mir mit dem Walchensee. :thumbup: Ich hätte es nicht besser schreiben können. Zunächst mochte ich da garnicht hin, doch der Uwe hat mich überredet, seit dem gibt`s kein Halten mehr....
    Ostseeoporose und Bachflohkrebs sind fast geheilt.
    Gegen Coregonitis kann man anscheinend nichts machen...
    :crazy:
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    Sollte jemand in den näxten Tagen einen ruttenfischenden Besuch planen:
    Der Schnee ist auf ein erträgliches Mass abgeschmolzen, dafür liegt der Seepegel jetzt ca. 3-4 Meter über(!) dem jahreszeitlich üblichen - hab ich im März noch nie erlebt.
    Die üblichen Parkplätze am Nordufer sind bedingt oder noch nicht befahrbar (am Südufer war ich noch nicht), die schneefreien Ufersteine an den Steilufern sind z.Zt. nass und oft glatt wie Schmierseife.
    Durch den hohen Wasserstand kommt man der Ufervegetation an einigen Stellen beim Auswerfen oft bedrohlich nahe, ich bin gestern sogar damit kollidiert und musste mich dabei von einem Vorfach trennen :blush2:
    Die sonst üblichen Wurfweiten sind an manchen Stellen durch diese Faktoren auch nicht zu erreichen - mir fehlten gestern mindestens 20 Meter, den Rutten wohl auch.
    Mein erster Ansitz wurde für mich jedenfalls zu einer fischfreundlichen Freiluftmeditation :lol:
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
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    Hallo Just, schade das ich heute keine Zeit hatte, hätte mich gern zu euch zwei vor`s Seestüberl gesellt und ein bisschen geschnackt mit so einem Urgestein des Forums, aber war praktisch schon aufm Heimweg.

    Gruß Lars (der mit dem Kayak aufm Dach)
    Ja, war echt schade, Lars - sozusagen zwischen (Auto)Tür und Angel(rute) - aber eine Überraschung.
    Ich freu mich immer, wenn ich einen AFB'ler persönlich kennenlerne - von daher war's doch schon mal ein Anfang :thankyou:
    Viel Zeit hätten wir ohnehin nicht gehabt, du hast uns auch quasi beim Aufbruch erwischt, wir sind kurz danach in Richtung Rutten abgerückt.
    Und gestern haben sogar die Bartelträger mögen wollen - ich hab drei massige (32/36/38cm) erwischt, mein Spezl eine.

    Wir sind noch bis Sonntag am See (fischend bis Freitag), und im näxten Jahr wieder um die gleiche Zeit - vielleicht klappt's dann auf einen Kaffee :sehrgut:
    Mal schauen, wie lange noch - so langsam kommen wir auch "in die Jahre", da kommt man bei Turnübungen an glatten Steilufern schon mal ins Schnaufen :pardon:
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
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    angeln.huber wrote:

    Wenn man die Netzfänge sieht, könnte man abkotzen!!


    Hast du eigentlich überhaupt eine Ahnung was am Walchensee so los ist ?(
    Speziell im Bezug auf die Berufsfischer ?(
    ...und woher kommt wohl der gute Bestand an Seeforellen.....
    ....meinst die vermehren sich alle in den so reichlichen Zuflüssen.. :whistling:
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    Tubifex wrote:

    angeln.huber wrote:

    Wenn man die Netzfänge sieht, könnte man abkotzen!!


    Hast du eigentlich überhaupt eine Ahnung was am Walchensee so los ist ?(
    Speziell im Bezug auf die Berufsfischer ?(
    ...und woher kommt wohl der gute Bestand an Seeforellen.....
    ....meinst die vermehren sich alle in den so reichlichen Zuflüssen.. :whistling:


    Vom Walchensee speziell nicht, aber Seeforellen werden staatlich bezuschusst. Die Fischereiabgabe/Einnahmen der Angelkarten bezahlt den Besatz mit Fischen. Wir brauchen keine Netzfischer um Fischbestände zu schützen und aufzubauen. Das kann und das könnte der Fischereiverband auch alleine meistern. Dort wo es keine starke Netzfischerei gibt, explodieren die Fischbestände. Der größte Feind einer großen 1m Seeforelle ist die Netzfischerei. Gute Bewirtschaftunsbeispiele sind die Talsperren im Ruhrgebiet, wo Berufsfischer nur die Aufgabe haben die Gewässer zu überwachen, als sie zu plündern.
    1. Auch in den Talsperren im Sauerland gibt es Netzfischerei
    2. Der Zuschuss für Besatz beträgt in Bayern in Ausnahmefällen! je nach Fischart max. 50 %. Finanziert durch die Fischereiabgabe - den Rest tragen die Vereinsmitglieder bzw. Tageskartenkäufer, richtig. Gibt es keinen Verein zahlt die Differenz der Berufsfischer/Fischereirechtsinhaber selbst für seinen Besatz.
    3. Es gibt ein Bewirtschaftungsgebot für unsere Seen und Flüsse, die teilweise die Netzfischerei zwangsweise vorschreibt.
    4. Es gibt Jahrhunderte alte Fischereirechte oder Koppelfischereien, die auch heute noch gelten.
    5. Der Fischereiverband kann es keinesfalls alleine leisten, die Seen und Flüsse zu bewirtschaften.
    6. Im Sauerland kommt weder der Staat, noch der Berufsfischer für die Besatzkosten auf. Dazu ist der Ruhrverband verpflichtet, der die Talsperren gewerblich betreibt.
    Sei nicht fieß, filetier und genieß!!!
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    bioharry wrote:


    1. Auch in den Talsperren im Sauerland gibt es Netzfischerei
    2. Der Zuschuss für Besatz beträgt in Bayern in Ausnahmefällen! je nach Fischart max. 50 %. Finanziert durch die Fischereiabgabe - den Rest tragen die Vereinsmitglieder bzw. Tageskartenkäufer, richtig. Gibt es keinen Verein zahlt die Differenz der Berufsfischer/Fischereirechtsinhaber selbst für seinen Besatz.
    3. Es gibt ein Bewirtschaftungsgebot für unsere Seen und Flüsse, die teilweise die Netzfischerei zwangsweise vorschreibt.
    4. Es gibt Jahrhunderte alte Fischereirechte oder Koppelfischereien, die auch heute noch gelten.
    5. Der Fischereiverband kann es keinesfalls alleine leisten, die Seen und Flüsse zu bewirtschaften.
    6. Im Sauerland kommt weder der Staat, noch der Berufsfischer für die Besatzkosten auf. Dazu ist der Ruhrverband verpflichtet, der die Talsperren gewerblich betreibt.


    2. Der Zuschuss für Besatz beträgt in Bayern in Ausnahmefällen! je nach Fischart max. 50 %. Finanziert durch die Fischereiabgabe - den Rest tragen die Vereinsmitglieder bzw. Tageskartenkäufer, richtig. Gibt es keinen Verein zahlt die Differenz der Berufsfischer/Fischereirechtsinhaber selbst für seinen Besatz.
    Frage: Wenn aus Angelkarten Verkäufen ein gewisser Betrag in die Kasse kommt, wer überprüft ob wirklich 100% des Geldes in den Besatz fließt? Nehmen wir an 20.000 Euro kommen jedes Jahr in die Kasse der Berufsfischer vom Walchensee, und sie würden noch Zuschüsse bekommen seitens LfV. Wie viel Tonnen könnte man besetzen wenn der Zentner Seeforelle 500-800 Euro kostet? Und wie viel landen dann tatsächlich im Wasser?

    5. Der Fischereiverband kann es keinesfalls alleine leisten, die Seen und Flüsse zu bewirtschaften. Richtig, aber nur gäbe es ein DAV ähnliches Modell wäre es ganz klar möglich.

    3. Es gibt ein Bewirtschaftungsgebot für unsere Seen und Flüsse, die teilweise die Netzfischerei zwangsweise vorschreibt.
    Auch richtig, am Wörthsee z.B trotzdem liegt der Bestand an Renken pro Hektar bei 13.5 kg richtig? Weil dort die Netzfischere sanft betrieben wird, hat der Wörthsee einen sehr guten Bestand an Renken, aber des wirst du schon besser wissen wie ich. Vergleiche dazu den jämmerlichen Bestand am Ammersee, Bodensee oder Starnberger See.

    4. Es gibt Jahrhunderte alte Fischereirechte oder Koppelfischereien, die auch heute noch gelten. Vor Jahrhunderten hat die Kirche noch das halbe Land besessen. Jedes Recht muss auch einmal überprüft und neu bewertet werden.

    1. Auch in den Talsperren im Sauerland gibt es Netzfischerei. Auch richtig, aber die Netzfischerei wird zur Hege ausgeübt und nicht zur Gewinnmaximierung wie bei uns in Oberbayern. Quelle muss ich die liefern? Lies dir bitte nochmal meinen Text durch, natürlich werden die bewirtschaftet, ich habe auch von plündern gesprochen und nicht von 0% Netzfischerei.

    6. Im Sauerland kommt weder der Staat, noch der Berufsfischer für die Besatzkosten auf. Dazu ist der Ruhrverband verpflichtet, der die Talsperren gewerblich betreibt. Ein schönes Modell wie ich finde. Für die Hobbyfischerei kein schlechter Zug. Der Walchensee wird ja auch gestaut und für die Energiewirtschaft benützt. Der Kochelsee wird auch durch einen Berufsfischer bewirtschaftet, ich sage nur 1 Nymphe an der Hegene. Findest du das nicht überzogen? Wo ist der Verband, der unsere Rechte gegenüber dem Berufsfischer besser durchsetzt?
    Ich glaube, auch ein Angler sollte a bisl vorsichtig sein Berufsfischern ohne Beweise Betrug zu unterstellen.
    "Soviel zur Wahl der Hegene; ohne Fisch kann man auch ohne Hegene fischen"
    Aus dem Mund eines Meisters
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    So, noch'n bissl Walchensee und fast schon ein Resümee unserer Wochenkarte:

    Der extrem hohe Wasserstand nach den immensen Schneefällen - in Kombination mit Restschneemengen, Föhnsturm und Co - war mal 'ne ganz neue Erfahrung.
    Mein seit Jahren persönlich gestecktes Wunschziel - im Schnitt eine massige Rutte pro Fischertag - habe ich mit acht Fischen bereits einen Tag vor Schluss übertroffen - in nur drei Fangtagen.
    Zwei der drei bisherigen Null-Tage waren den widrigen Wetterumständen geschuldet, wir waren zwar draussen, haben aber wetterbedingt jeweils gegen 22:00 Uhr abgebrochen - in der verbliebenen letzten Stunde hätte wohl auch nix gebissen.
    Mit Realitätssinn und einer gewissen Demut macht Fischen immer Spass - und ehrgeizig :this:
    Die Wochenkrönung hat mein Spezl vor ein paar Stunden bei unserem vorletzten Ansitz mit einer 60+ abgeliefert - Ausdauer und Leidensfähigkeit wurden belohnt.
    Vorgezogenes Fazit: Alle sind happy, unser heutiger letzter Ansitz wird quasi Schaufischen.
    Und näxtes Jahr hocken wir wieder hier, erfrieren halb, lassen uns einschneien, bruzzeln oder durchweichen - das ist Walchensee im März :imsohappy:
    Zuhause fängt man viel mehr, viel grösser und leichter - aber kein Fisch ist so erlitten, so sehr verdient und für uns so wertvoll wie der Walchenseer.
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
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    Wird jetzt neuerdings jeder Tröt zerschossen? Das nervt! :tommy:
    Ostseeoporose und Bachflohkrebs sind fast geheilt.
    Gegen Coregonitis kann man anscheinend nichts machen...
    :crazy:
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    Hexlein wrote:

    Punkt 2 Deiner Liste - rot..


    Entschuldige, du hast doch schon eine Brille auf, wenn nicht bitte nochmals aufsetzen und nachlesen. Das Wort "Wenn" oder "nehmen wir an" macht den ganz großen Unterschied und der Satzbau ist auf eine Frage ausgelegt. Betrug wäre es wenn ich geschrieben hätte : Die Fischereigenossenschaft hat oder hat unterschlagen, das habe ich aber nicht.