Nationalpark Donauauen?

    Nationalpark Donauauen?

    Hallo miteinander,

    in Bayern soll´s ja nach dem Wunsch der Staatsregierung einen weiteren Nationalpark geben. Wie man den heutigen Nachrichten entnehmen kann, sollen von den 5 möglichen Nationalparks jetzt 3 Standorte aufgrund jeweils massiven örtlichen Widerstands ausgeschieden sein. Übrig bleiben die Rhön und die Donauauen im Raum Neuburg.

    Die Ausweisung als Nationalpark ist gleichbedeutend mit Angelverbot. Nun habe ich gehört, dass einige Donauauengebiete bereits als FFH- bzw. Natura 2000 -Gebiete festgesetzt sein sollen (mit entsprechendem Angelverbot?).

    Irgendwie hört man da gar nichts, dass sich die betroffenen Angelvereine gegen die Nationalparkausweisung wehren würden. Und vom Landesfischereiverband hört man auch nichts.

    Seltsam.

    Kann dazu irgend wer etwas Erhellendes sagen?

    Servus
    Fischer am Inn
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    Fischer am Inn schrieb:

    Die Ausweisung als Nationalpark ist gleichbedeutend mit Angelverbot.


    da ich ursprünglich genau aus der ecke spessart/rhön herkomme, habe ich die nationalpark-diskussion immer mal so am rande verfolgt...in die pilz gehn is weiterhin möglich, hieß es. ebenso radeln, wandern und joggen im wald...

    bist du dir sicher, mit dem angelverbot?
    ...and we will never surrender...
    Hallo Jazzman
    Hallo miteinander

    Nationalparks bieten vollen Naturschutz über den größten Teil ihres Gebietes. Die Kernzone eines Nationalparks, in der absolutes Betretungsverbot herrscht und damit jedwede Nutzung ausgeschlossen ist, umfasst regelmäßig über 75% des Gebietes. In den anderen Bereichen finden sich streng reglementierte Möglichkeiten zur Naturnutzung wie Wanderwege, Wildtiergehege usw.

    Was genau verboten und erlaubt ist, wird bei der förmlichen Unterschutzstellung festgelegt. Aber der Kernbereich muss absolut geschützt sein, sonst ist es kein Nationalpark.

    Aber man kann da durchaus was gestalten. Nur dazu ist es halt erforderlich, dass man sich im Vorfeld zu Wort meldet. Und genau das ist meine Frage.

    Warum hört man nichts von den Anglern?

    Mir ist bekannt, dass andere Interessensgruppen (z.B. Jäger, Landwirte...) Widerstand für den Bereich Donauauen organisieren. Und wie schon gesagt, von den 5 ursprünglich möglichen Standorten für den neuen Nationalpark sind schon 3 wegen des örtlichen Widerstands ausgeschieden. Da ist also was möglich.

    Kann es sein, dass - wie schon so oft - genau die Anglerschaft schläft?

    Oder habe ich etwas verpasst?
    Hat jemand Informationen?

    Servus
    Fischer am Inn
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    Fischer am Inn schrieb:

    ....
    Die Ausweisung als Nationalpark ist gleichbedeutend mit Angelverbot. Nun habe ich gehört, dass einige Donauauengebiete bereits als FFH- bzw. Natura 2000 -Gebiete festgesetzt sein sollen (mit entsprechendem Angelverbot?)....


    FFH- bzw. Natura 2000 Gebiet heißt nicht zwangsweise Angelverbot! Es kommt auf die Ausführungsverordnung an. Bei der hat man Gestaltungsmöglichkeiten. Hier muß der Schutzzweck mit geeigneten Maßnahmen in Einklang gebracht werden. Pauschal gibt es das Angelverbot nur im Nationalpark Kerngebiet.
    Ostseeoporose und Bachflohkrebs sind fast geheilt.
    Gegen Coregonitis kann man anscheinend nichts machen...
    :crazy:
    Ich sehe nichts, was für ein Angelverbot sprechen würde... zumal die dortigen Vereine die Gewässer ja anscheinend ordentlich bewirtschaften und seit Jahren den Naturschutz voran bringen... entzieht man denen dort das Fischereirecht entfällt diese ehrenamtliche Tätigkeit komplett. Und das ist sicher nicht im Sinne der Steuereintreiber...
    LG
    Harry
    Sei nicht fieß, filetier und genieß!!!
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    Hallo miteinander,

    Danke für die Info. War mir nicht klar, dass man in der Kernzone eines Nationalparks fischen darf. Dann ist auch erklärlich warum sich da kein Widerstand aufbaut.

    Servus
    Fischer am Inn
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    wenn es dann ein Nationalpark ist und es ein Angelverbot gibt ist es aber zu spät.
    Den Naturschutz den Angelvereine leisten sieht man unter der Wasseroberfläche und
    dieser ist jeden Beamten egal bzw. nicht vorhanden. Die sehen beeinträchtigte Pflanzen und Tiere
    und das wars dann.
    wir haben es ähnlich mit unserer Amper und treten mit Rechtsanwalt, Gericht und verschiedenen
    Instituten für Fischerei gegen Windmühlen.
    Tight Lines wünscht Buchi
    Hallo miteinander,

    Nationalparks müssen eine bestimmte Mindestgröße haben. Diese Mindestgröße kann man an der Donau für einen Auerwaldnationalpark nicht nachweisen. Darum will man jetzt auch noch Flächen der Isarauen hinzunehmen.
    Siehe hierzu diesen Link:
    br.de/nachrichten/oberbayern/i…ionalpark-werden-100.html

    Immerhin scheint der LFV Bayern mittlerweile zumindest gewisse Zweifel an dem Projekt Auennationalpark zu haben.

    Servus
    Fischer am Inn
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