Inn

    Servus,

    da der alte Thread scheinbar geschlossen wurde (ich kann auf jeden Fall nicht drauf antworten) eröffne ich mal einen neuen.

    Meine Frage. War der Inn um die Zeit immer schon so schmutzig/trüb? Ich fsch meistens in der Nähe der Feldkirchener Staustufe und finde es da dieses Jahr brutalst.

    Oder täusch ich mich da jetzt komplett in meiner Erinnerung? So trüb wie der momentan ist, muss den Fischen das Fressen ja direkt vors Maul fallen, dass die da was finden. Letztes Jahr im Herbst ist es am Inn ja einigermassen gelaufen, aber dieses Jahr geht momentan noch gar nichts. Oder ist das jedes Jahr um diese Zeit das er so trüb ist und das bessert sich noch zum Jahresende?

    Gruß Andi
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    Ich kann dir leider nicht sagen, wie die Trübung zustande kommt, aber das mit dem "vors Maul fallen" stimmt sicher nicht.
    Immerhin reden wir von Geruchssensoren, die extrem leistungsfähig sind. Ein Aal kann einem Tropfen Geruchsstoff folgen, der in der Menge Wasser des Bodensee´s gelöst ist.
    Oder anders gesagt, müssten die Fische Nachts sonst hungern.... ;)
    Seitenlinien gibts ja auch noch...

    Du wirst wohl andere Begründungen für deine Misserfolge suchen müssen. :D :D :D
    Meine 'Kindheitserinnerungen' saghen noch, dass Inn und Salzach erst ab September frei vom Schmelzwasser sind und dann gut mit der Fliege befischbar sind. Davor haben sie einfach Schneewasser, wenn es auch die letzten Jahre anders war. Wenn im späten Frühjahr heftige Regenfälle sind, dann kommt der Schnee auf einmal runter, sonst eben in einer langen Phase als Schmelzwasser.
    Coregonenfischen * * Bootsfischen
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    Hallo Andi,

    so wie der Inn gerade ausschaut, so ist das völlig normal. Der Inn hat nämlich zwei völlig unterschiedliche Grundzustände. Der eine Zustand ist der "grüne" Inn. Das ist die Zeit von Ende September/Anfang Oktober bis Ende April, manchmal auch bis Anfang Mai. Und der andere Zustand ist der "trübe" Inn über die Sommermonate. Wobei sich dieses "trüb" in weitere Unterzustände aufsplittet.

    Das mit dem "trüb" hat mit der Schnee- und vor allem mit der Gletscherschmelze zu tun. Der Gletscher arbeitet ja und feilt dabei den Boden (Felsen) ab. Darum kommt im Sommer nicht nur das Schmelzwasser sondern auch dieser feine Sand, der von besagtem Felsabschliff stammt. Dadurch leben die Innfische nicht nur monatelang in eingetrübten Wasser. Sie werden in dieser Zeit quasi "sandgestrahlt". Dieses "Sandstrahlen" ist so mächtig, dass alle paar Jahre im Rahmen von Revisionsarbeiten an den Kraftwerken die Turbinenschaufeln aufgedoppelt werden müssen.

    Die Innfische verhalten sich je nach Wasserzustand unterschiedlich und müssen deshalb auch unterschiedlich befischt werden.

    Die beliebten Besatzforellen, die ja aus der Zucht und damit aus Quellwasser kommen, werden deshalb immer im März und Oktober gesetzt, also in den "grünen" Inn.

    Soviel als grober Abriss was den Inn und seine zwei Grundzustände angeht.

    Servus
    Fischer am Inn
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    Schwarzfischer schrieb:

    Du wirst wohl andere Begründungen für deine Misserfolge suchen müssen. :D :D :D


    Schade, es wäre so schön gewesen es mir so einfach zu machen ;)

    @Fischer am Inn - vielen Dank für die ausführliche Antwort. PS: Hast ne Konversation von mir aus Auge gedrückt bekommen, wäre nett wenn Du mal rein schaust :whistling:

    Ok dann heisst es momentan wohl noch abwarten bis das Wasser wieder etwas klarer wird. Inn wäre halt momentan genial weil da immer ein Windchen zieht und somit die Mücken und Bremsen nicht ganz so lästig wären :blackeye:
    @doc_haemmer: Aktuell ist ein sehr guter Zeitpunkt um auf Aalrutten zu fischen, die mögen angetrübtes Wasser :) Und auch auf Karpfen und andere Friedfische sind die Chancen nicht aussichtslos und selbst die ein oder andere Forelle kann man derzeit erbeuten, man muss halt ggf. ihre Augen ansprechen (Mais, Käse, Fischfetzen)
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    War ja am WE mal wieder erfolglos unterwegs. Hab dabei aber mit einem alten Fischer gesprochen der meinte auch, dass die Fische dieses Jahr so schlecht beissen wie schon lange nicht mehr.

    Er macht die Gründe dafür eigentlich daran aus, dass die Fische (wenn man mal einen fängt) sehr gut mit roten Bachflohkrebsen gefüllt sind und damit eigentlich genügend natürliche Nahrung finden und nicht auf unsere Köder angewiesen sind. Da kann schon was dran sein. Die Forellen die ich diese Jahr gefangen habe hatten auf jeden Fall ein sehr rotes Fleisch, fast wie Lachsforellen aus dem Fischereigeschäft.

    Langsam gehen mir die Ideen aus. Mais, Teig, Fischfetzen. Alles schon probiert. Jetzt muss fast mal wieder der gute alte Wurm raus ... oder ich probier es mal mit der Spinnrute :)