Welche Schnur für Downrigger?

      Welche Schnur für Downrigger?

      Welche Schnur verwendet ihr für Downrigger? Ich habe ein 1 mm Ummanteltes Edelstahlseil weil ungern mein Blei bei Bodenkontakt verlieren möchte :wacko: .Nachtteil beim ein und ausrollen ruckelt es.
      Ich verwende 1,5 - 3,5 Kg Bleie. Welche geflochtene kann ich verwenden?
      Petri Franz

      Es gibt bestimmt wichtigeres als Angeln - aber was ? ?(
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      Papaslapptopp schrieb:

      Welche Schnur verwendet ihr für Downrigger?

      "Daundrücker" hat ihn meine damalige Wirtsfrau immer genannt - ich habe sie immer korregiert ... und konnte/durfte bei ihr damals für meine Sammlung eine alte Stucki erwerben, den Klassiker der Tiefenschlepprollen, ein Schnäppchen für Sammler.

      Als jahrelang konventioneller Schleppfischer habe ich daraufhin ein Jahr rumexperimentiert, wollte dieses Teil nutzen - aber wie?
      Selbstgebauter Ausklinkmechanismus und selbst gegossene Bleie (bis zu extrem stromnlinienförmigen 1,5 Kilo) mit direktem Kontakt und Drill des gehakten Fisches ...
      Ich wollte das neu erworbene Teil einsetzen, ohne den Kontakt zum Fisch zu verlieren - ihn nicht rausleieren, sondern mich mit ihm messen.

      Ich habe beim Schleppen (über Rute) immer eine dünne und dehnungsarme Dacron gefischt (0,15mm) - tiefes Schleppen, verschiedene Techniken und immer extrem langsames Rudern.
      Der in der Tiefe herrschende Wasserdruck gibt die Methode vor - aber mit 100 Gramm Blei an der Leine (oder mehr) spürt man keinen Fisch mehr - nur noch K(r)ampf.

      Da hängt dann möglicherweise was, was zuerst mit dem tiefen Widerstand kämpft, dadurch am natürlichen Fluchtverhalten gehindert wird und zum Glück mit einem tollen Foto endet.
      Ich habe mir meine vermeintlich grossen Fische "erarbeitet" und sie nicht dominiert - mit einer 50er-geflochtenen hälst du einen LKW an.

      Fast null Dehnung, technisch reicht da eine 20er Dacron - du leierst das Blei raus, und hintendran den Fisch.

      Sorry für die altbackene Meinung, sie ist nicht technisch, aber gefühlt.
      Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
      Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de

      Papaslapptopp schrieb:

      ... dann werde ich das Stahlseil als Ankerseil verwenden :) .


      Gerade als Ankerseil ist Stahlseil (wie auch Dyneema) absolut ungeeignet. Durch die fehlende Dehnung federt das Ankerseil die Schläge vom Boot bei Wellengang nicht ab und es kommt sehr leicht zum Ausbrechen des Ankers. Mit einem entsprechenden Kettenvorlauf zwischen Anker und Ankerseil könnte man dies zwar minimieren, aber trotzdem sind die Schläge auf die Ankerwinde und letztlich auf das Boot ungleich härter, als dies mit einem normalen Kunstfaserseil der Fall ist.

      Falls jemand Dyneema als Downrigger-Seil will: von Gigafish / Powerline gibt es Wallervorfächer aus Dyneema auf 30 m Spulen für vergleichsweise wenig Geld oder eine Waller-Hauptschnur, welche man in beliebigen Lauflängen bestellen kann.
      Coregonenfischen * * Bootsfischen
      Daiwa J-Braid X8 Multicolor für 8 Cent der Meter z,B. beim Fachversand Stollenwerk bis 36Kg Tragkraft .

      Bist du ned der mit dem hässlichen Renkenkescher und den 2 Spiegeln aufm Boot weilst so eitel bist ? ;)

      Gruß
      Tubifex
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      Vielen Dank für die vielen guten Informationen.
      Das Stahlseil verwende ich jetzt als Backing für den Anker(in Kombi mit einem Kunstfaserseil.)
      Auf den Downrigger habe ich jetzt eine 42er Geflochtene Multicolor 46,5Kg Tragkraft.

      Das gehört zwar nicht zum Thema :thumbdown:

      Tubifex schrieb:

      Bist du ned der mit dem hässlichen Renkenkescher und den 2 Spiegeln aufm Boot weilst so eitel bist ?


      aber ich kann doch nichts dafür das ich so unheimlich gut aussehe :phat: .
      Petri Franz

      Es gibt bestimmt wichtigeres als Angeln - aber was ? ?(

      Buchi schrieb:

      des Gerät war dann doch zu modern :)
      </p>

      <p>F&uuml;r mich schon, macht sich aber in der Vitrine gut - meine Fische habe ich besser &quot;direkt &uuml;ber Rute&quot;&nbsp; gefangen ;-)<br />
      Wobei hiervermutlich ein Mistverst&auml;ndinnis meinerseits vorliegt - die Tragkraft von Dacron wird in Lbs angegeben, nicht im Schnurdurchmesser.<br />
      Auf meinen Multis ist eine 15lbs-Dacron (die damals d&uuml;nnste lieferbare).gewickelt, dazu eine harte Rute mit Spitzenaktion - damit war ich direkt am Fisch.<br />
      Aber extrem schnell musste man beim Biss sein - und ausgerechnet dann die Ruder vorm Bauch ...<br />
      Die st&auml;rksten Saiblinge gab's im Starkwind beiim gegen-den-Wind rudern, wenn das Boot nur so in die Wellen kracht - und sobald du die Ruder beiseite hast und der Anschlag &quot;h&auml;ngt&quot;, dann neigt das Boot zum Kentern und der Wind driftet dich beim Drill &quot;um Jahre&quot; zur&uuml;ck.<br />
      Die sch&ouml;nsten Saiblinge waren auch meine anstrengesten - da brauchte ich Abends kein Bier mehr, um entspannt einzuschlafen.</p>

      <p>Nix f&uuml;r Urlaubsfischer, weil auch gef&auml;hrlich!<br />
      Wenn der Fisch des Lebens das Leben kostet ...</p>

      <p>quote='Hubert','http://www.anglerforum-bayern.de/index.php/Thread/13481-Welche-Schnur-f&uuml;r-Downrigger/?postID=217157#post217157']Gerade als Ankerseil ist Stahlseil (wie auch Dyneema) absolut ungeeignet. Durch die fehlende Dehnung federt das Ankerseil die Schl&auml;ge vom Boot bei Wellengang nicht ab und es kommt sehr leicht zum Ausbrechen des Ankers.[/quote]Dem kann ich nur zustimmen.<br />
      Wer ankert auf 200 Metern - &auml;h, und weshalb?</p>

      <p>Eigenes Boot ist Goldes wert - und deshalb nur das Beste.<br />
      Ich habe meiner Ankerrolle damals ca. 80 Meter &quot;Bergsteigerseil&quot; geg&ouml;nnt - tragf&auml;hig, witterungsbest&auml;ndig, dehnbar/gepuffert - unf teuer.<br />
      Damit war die Rolle voll und der &quot;Ablass&quot; &uuml;berschaubar..</p>

      <p>Farbmarkierungen habe ich &uuml;brigens bei beiden angebracht - Ankerleine alle 10m, Schleppschnur alle f&uuml;nf Meter.<br />
      &nbsp;</p>

      <p>Achja, was die Schnurst&auml;rken angeht - wie heisst es so sch&ouml;n: So schwach wie m&ouml;glch und so stark wie n&ouml;tig ...</p>

      <p>Wissen, Nerven und K&ouml;nnen geben die Schnurst&auml;rke vor - den Kontakt zur Beute - wie &quot;platt&quot; muss man sein, um eine 50-KG-Schnur zu fischen?</p>

      <p>Oder tr&auml;umt jemand davon, einen gr&ouml;ssen Waller an der Rute aus dem Wasser zu heben?<br />
      Dazu br&auml;ucht's dann auch noch eine entsprechende Rute ...</p>

      <p>&nbsp;</p>
      Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
      Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
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      Der "übersetzte" Quelltext kotzt mich an - und ich habe keine Lust, ihn nachzubearbeiten.

      Ich hattte zwei vorherige Textstellen zum Zitat (quote) markiert und sie dementsprechend mit eigenen Markierungen beantwortet - siehe oben.

      Empfehlung: Überprüfung bzw. Reklamation der Souurce.
      Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
      Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
      Empfehlung: nicht zwischen Quellcode und normal wechseln, wenn man C & P macht, dann klappt's auch mit der Formatierung. ;)

      Just schrieb:

      Der "übersetzte" Quelltext kotzt mich an ...


      Mich auch, und ich habe keine Lust, ihn zu lesen. Aber: :wayne:

      Das hier ist übrigens ebenfalls mit C & P erstellt. Wenn man es richtig macht, geht es offenbar schon.
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