Was für eine Cam ????

    Was für eine Cam ????

    Ich bin immer noch am überlegen und immer noch unentschlossen was für eine Cam ich mir holen soll ?(
    In Frage kommen:
    Waterwolf
    GoPro4 Silber Edition
    Sony AS 200V bzw. die Sony AS30

    Will die Kamera halt auch intensiv beim schnorcheln/tauchen im Urlaub benützen, zwei Kameras wären glaube ich übertrieben. Von der Sony hab ich jetzt erst sehr gute Kritiken zu Ohren bekommen ......
    Hat jemand ein schlagkräftiges Argument das für eine bestimmte Kamera spricht :?:
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    Ich beobachte diesen Unterwasserkamera-Trend ja schon 'ne ganze Weile und finde die hier bisher gezeigten Aufnahmen auch echt klasse - aber ...
    Ist das "mein" Fischen - will ich wirklich wissen, was sich da am Köder abspielt?

    Mein (nie realisierter) Traum war früher ein Drei-Meter-Langbecken im Garten, in dem ich eingesetzte Fischarten bei der Nahrungsaufnahme hätte beobachten können - auf der Suche nach dem perfekten Ergebnis, dem "grossen" Fang.
    Ich wollte meine Passion perfektionieren und habe darüber erkannt, dass es dann nicht mehr meine Leidenschaft wäre.
    Ob's das Posenfischen, Grund- oder Fliegenfischen oder das Blinkern ist - als "Fischjäger" ist für es mich heute immer noch eine (manchmal berechenbare) Überraschung, was dann "hängen bleibt".

    Das Fischen ansich vermittelt einem eine intuitive Wahrnehmung des Unbekannten, die m.E. mit einer Kamera flöten geht - ein optisch-dokumentarischer Genuss, aber das Gefühl ist weg.
    Die Distanz vom Fischer zur potenziiellen Beute über die Angelschnur - man verliert einfach die Fantasie und Vorstellungskraft, wenn heute alles berechenbar wird.
    Früher haben sie als Bissanzeiger einen Grashalm in die geklöppelte Schnur gehängt - heute blinkt es, und die Akkustik der teuren "Tröten" ist kilometerweit zu hören.

    Ich geb's zu, ich bin diesbezüglich einer von den "ewig Gestrigen" und hab deshalb auch nicht mehr wirklich Lust darauf.
    Die Fischerei war mal eine lautlose, individuelle und intuitive Jagd - nur nicht zu laut auftreten am Ufer und keine Spuren hinterlassen ...
    Fischen hatte für mich etwas philosophisches, meditatives - eine Entspannung zum stressigen Alltag, zum ständig geforderten Perfektionissmus, zu dem "es muss funktionieren".
    Ich kann aber heute kaum noch draussen sitzen, um mich innerlich auszupendeln und mit mir ins Reine zu kommen, ohne optisch oder akkustisch belästigt zu werden - der Lack ist ab.

    Und nein - das ist kein "Frustausbruch" von mir, sondern eine lapidare Feststellung, beobachtet über die nun fast 50 Jahre, in denen ich (schwarz und später legal) fischenderweise am Wasser unterwegs bin.

    Es ist einfach ein Generationenwechsel, der seit ca. 20 Jahren stattfindet - die "Alten" passen sich entweder an oder werden spachlos.
    Viele Worte zu einem Thema, zu dem sie mir eigentlich fehlen.
    Bei vielen Leuten beginnt das Gewissen erst dort, wo der eigene Vorteil aufhört. (Haile Selassie)
    Gruß aus den Haßbergen von fischkorb.de
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