Neue Bugmotoren Xi5 von Motorguide

      Neue Bugmotoren Xi5 von Motorguide

      Motorguide, neben Minn Kota einer der großen Hersteller von Elektro-Bootsmotoren, hat nach längerer Entwicklungszeit jetzt eine völlig neue Palette an Bugmotoren auf den Markt gebracht.

      Die Modelle reichen von 55 lbs bis 105 lbs Schub mit 12 Volt, 24 Volt oder 36 Volt, mit oder ohne GPS und mit oder ohne im Motorkopf integrierten Geber für Lowrance Echolote 83 / 200 khz mit blauem Stecker (z.B. HDS). Alle Modelle haben eine Funksteuerung gemein, wobei als Bedienelemente je nach Modell ein kabelloses Fußpedal, ein Handsender oder beides serienmäßig ist. Mitte 2014 wird noch ein Zusatzmodul auf den Markt kommen, welches die Steuerung der Motoren über die HDS Touch-Serie von Lowrance erlaubt.

      Neben von der Konkurrenz bekannten Funktionen wie Ankerfunktion, automatisches Kurshalten oder dem Abfahren eines gespeicherten Kurses haben die Modelle auch bisher einzigartige Features. So können bei den mit GPS ausgestatteten Motoren auch eine Reihe von Punkten über die Ankerfunktion abgespeichert werden, welche dann von entfernten Standorten automatisch angefahren und bei Erreichen die Position gehalten wird.

      Details kann man auf den Seiten von Think Big nachlesen oder direkt im deutschsprachign Flyer (7 mb, PDF).
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      Da magst irgendwie schon Recht haben.

      Die Motoren sind halt zielgerichtet auf die Lowrance HDS Touch Geräte zugeschnitten und dann hast ein 7 bis 12 Zoll Farbdisplay ;)

      Man muss bei allen Motoren - egal welcher Hersteller - aus deutscher Sicht berücksichtigen, wofür diese Motoren primär gemacht wurden, nämlich zum Abfahren von Kanten und Hotspots für die Barschfischerei. Für den US-Markt ist die Fernsteuerung per Handsender von sehr untergeordneter Bedeutung. Anderseits aber lassen sich alle Motorguide, angefangen vom Einstiegsmodell, durch beide Arten - Handsender und kabelloses Fußpedal - ohne irgendwelche Nachrüstungen steuern, auch beliebig wechselbar. Bei MK ist bei den Powerdrive Modellen z.B. nur eine entweder / oder Lösung möglich und ein Display gibt es soagar beim Spitzenmodell Terrova auch nur als Zusatzausrüstung I-Pilot.

      Ich finde es schön, dass es nicht nur einen Hersteller mit Monopolstellung gibt; so bleibt bei den Preisen und der technischen Entwicklung ein Konkurrenzkampf, von dem auch der Kunde profitiert.
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      Inzwischen gibt es ein Video von Lowrance, welches die Funktionen des Autopiloten darstellt. Der Autopilot kann sowohl einen Außenborder, als auch die Motorguide xi5 Motoren ansteuern. Was damit alles geht, sieht man im Video. Was allerdings nicht so deutlich rüber kommt ist, dass die gezeigten Funktionen wie eine auf dem HDS Touch schnell erzeugte Route nachfahren, eben auch alles mit den Elektromotoren geht.



      Wie die Motorguide xi5 qualitativ sind, muss sich erst noch zeigen ...
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      Was willst denn wissen? Schau ma mal, ob wir das hier nicht zusammen bringen.

      'Eben diesen' gibt es nicht, weil die XI5 eine ganze Serie sind mit verschiedenen Leistungen, Ausstattungsvarianten und erheblichen Preisunterschieden. Bei Minn Kotas Bugmotoren ist dies ebenso. Daneben gäbe es aber im einfacheren Bereich preiswerte und gute andere Hersteller.

      Nicht ganz unentscheidend ist auch, welches Boot du hast, was du dir erwartest und was du mit dem Motor machen willst.
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      Also:

      hab eine Grundplatte für für einen minn kota Motor am Sonny vormontiert mitbekommen (deswegen muss ich wohl "nur" einen Motor kaufen, und nicht am Boot rumbohren, sonst würd ich mich eher für was anderes interessieren). Bugmotoren hab ich den Terova und den Powerdrive gefunden. Erstmal die Frage, ob es der günstigere tut. Hab keine Ahnung von den Daten, was die in punkte Geschwindigkeit, Strombedarf oder sonst was, bedeuten und folglich auch nich was zum empfehlen ist.
      Alternativen interessieren mich aber generell.

      gruß
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      Als grundsätzliches Kriterium kann ich dir mal sagen, dass Bugmotoren ihren Einsatzbereich vor allem beim Bewegen des Bootes direkt während des Angelns haben, also z.B. das klassische Schwarzbarschfischen oder ähnliches. Es gibt Bugmotoren, welche GPS-gestützt gesteuert werden können und solche, welche ausschließlich per Fernbedienung oder Fuß-Fernsteuerung bedient werden können.

      Das Sunny ist wohl ein Boot, welches mit einem Bugmotor schön laufen wird. Die Geschwindigkeit von Bugmotoren hängt aber meiner bisherigen Erfahrung sehr deutlich hinter den Werten von Heckmotoren hinterher. Die Ankerfunktion per GPS ist z.B. eine sehr tolle Sache, aber sobald etwas Wind oder Drift herrscht, kostet es halt auch jede Menge Strom und demnach braucht man entsprechend sehr große Akkus.

      Heckmotoren erfordern fast ständig eine Hand an der Pinne, wobei der Geradeauslauf im Detail vom Modell und vom Boot abhängt. Die Vorteile sind die höhere Geschwindigkeit bzw. damit zusammenhängend der niedrigere Verbrauch, der wesentlich günstigere Preis und für ungeübte das leichtere Manövrieren. Ein guter Heckmotor mit 55 lbs Schub und stufenloser Regelung kostet z.B. neu gute 300 Euro, ein Modell mit bürstenlosem Motor, 24 Volt und über 100 lbs Schub kostet knapp über 600 Euro. Mit dem wird dein Boot geschätzt deutlich über 8 km/h laufen, vielleicht sogar über 9 km/h.

      Ein empfehlenswerter Minn Kota Terrova 55/US2 i-Pilot mit GPS und 55 lbs Schub kostet mindestens 1500 Euro, mit 80 lbs Schub über 2000 Euro. Die Preise für die Motorguide sind auf einem vergleichbarem Niveau. Bei letzteren würde mich die mögliche Technik faszinieren, aber wie haltbar sie im Betrieb sind, müssten sie mir erst beweisen. Was hilft die bestehende Gewährleistung, wenn der Motor über die Saison mehr bei der Reparatur als am Boot ist.
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      Was Hubert geschrieben hat, ist zu 90% richtig. Ankerfunktion per GPS allerdings kostet nicht wirklich viel Batterie, gerade mit nem Ringmaier - da gibts ja nicht viel zu bewegen an Gewicht... (wobei das natürlich relativ ist). Und unter 100Ah sollte man sowieso nicht aufs Wasser fahren, wenn Schleppen angesagt ist. Mit 105Ah sehr guten Batterien (z.B. Zenith) kommst mit der Kombination Bugmotor und Ringmaier schlepptechnisch einen Tag aus. Wie es mit anderen Batterien aussieht, weiß ich nicht.
      Wenn ich jetzt einen Bugmotor kaufen "müsste", würde ich den ein oder anderen Euro drauflegen und den neuen Minn Kota Ulterra kaufen, wenn er nach Europa kommt...
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      Ja dann danke mal für die Tipps!
      kann mir jemand vielleicht mal ein paar Eckdaten nennen, nach denen ich mich richten kann?
      Ah, lbs, volt? Wie hängt das denn überhaupt zusammen? Zu bemerken gibts es, dass ich an Haufen Zeug im Boot verbaut hab und es somit tendenziell mehr Power braucht. Automatisch Ankern brauch ich nicht. Kombinierbarkeit mit meinem HDS wäre praktisch. Mal abgesehen vom Motor, was für einen Akku und Ladegrät ist denn zu empfehlen? Hab da preislich kaum eine Vorstellung.

      Mercä
      Die Rechnerei ist relativ leicht:
      Die 55 lbs (=Pfund Schub) 12-Volt Motoren brauchen fast alle um die 55 Ampere bzw. Ampere / Stunde, der von mir erwähnte Watersnake braucht bei gleicher Leistung nur 48 Ampere.

      Wenn du jetzt einen Akku hast mit 100 Ah, so kannst du diesen lediglich zu etwa 75 % leer fahren, ohne ihn zu schädigen (besser wäre noch weniger). Damit kann dir der Akku 75 Ah zur Verfügung stellen.

      75 Ah / 55 Ampere = eine Laufdauer von 1,36 Stunden oder 1 Stunde und 21 Minuten bei voller Fahrt. Bei den üblichen Schleppgeschwindigkeiten brauchen diese Motoren grob im Bereich zwischen 10 und knapp 20 Ampere. Entsprechend fallen die Laufzeiten aus.

      Für den von mir benannten Haswing Protruar (und alle 24 Volt Motoren) sieht die Rechnung ähnlich aus, nur dass du dafür 2 identische Akkus in Reihe schalten musst, damit du auf die nominal 24 Volt kommst. Die Kapazität (= Ah) ändert sich dabei nicht.

      Vom Haswing gibt es inzwischen ein ausführliches Privatvideo ...

      Je nachdem, wie groß dein Gewässer ist und wie weit du fahren musst, rentiert sich so ein Motor mehr oder weniger, Spaß macht er aber allemal ;)

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      Hubert schrieb:



      Die Rechnerei ist relativ leicht:
      Die 55 lbs (=Pfund Schub) 12-Volt Motoren brauchen fast alle um die 55 Ampere bzw. Ampere / Stunde, der von mir erwähnte Watersnake braucht bei gleicher Leistung nur 48 Ampere.

      Wenn du jetzt einen Akku hast mit 100 Ah, so kannst du diesen lediglich zu etwa 75 % leer fahren, ohne ihn zu schädigen (besser wäre noch weniger). Damit kann dir der Akku 75 Ah zur Verfügung stellen.

      75 Ah / 55 Ampere = eine Laufdauer von 1,36 Stunden oder 1 Stunde und 21 Minuten bei voller Fahrt. Bei den üblichen Schleppgeschwindigkeiten brauchen diese Motoren grob im Bereich zwischen 10 und knapp 20 Ampere. Entsprechend fallen die Laufzeiten aus.


      Hm, rein rechnerisch richtig, ich habe festgestellt, dass zumindest mit meinem Setup jegliche Rechnerei für die Katz' ist... 24V Terrova, 2x105 Ah Zenith in Reihe).
      Rechnerisch dürfte ich nach ca. 3 Stunden das Schleppen abbrechen (im Schnitt fahre ich Stufe 5 von 10 - was bedeutet, dass ich rechnerisch ca. 27A/Stunde verbrauche und nach 3h dann 81 A verbraucht hätte). Fakt ist jedoch, dass meine Batts nach ca. 7 Stunden dauerschleppen immer noch ca. 12 Volt bzw. ca. 24 Volt anzeigen (Voltmeter!). Fahren dürfte ich die Batterie bis ca. 11,2 Volt bzw. 22,4 Volt.

      Was lernen wir hieraus? Vergesst die Rechnerei, kauft euch Zenith Batterien und ein Voltmeter (nicht auf die Anzeige auf den Motoren achten!) und petri heil! ;)
      Motorguide vertreibt in München die Marina in der Meglingerstr. Ich habe
      selbst dort gekauft und bin sehr zufrieden. Individuelle Anpassungen z.B. hinsichtlich der Schaftlänge werden dort auch ausgeführt ebenso Wartung
      Service und dgl. Einen kleineren Schaden hatte ich auch, welcher problemlos
      im Rahmen der Garantie kostenlos behoben wurde.

      Was hilft mir Minn Kota oder ein sonstiges Produkt wenn es keinen Service in
      erreichbarer Nähe gibt.
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      Nur nervt das fürchterliche Pfeifen beim Haswing - genauso wie das der Torqueedos. Da ist mir ein leiser, kleinerer Rührquirrl deutlich lieber. Damit schaff ich zwar vielleicht nur 4,5 oder 5 Sachen, des glangt aber auch im Regelfall.
      LG
      harry
      Sei nicht fieß, filetier und genieß!!!
      @Andal: Die Rechnerei stimmt schon, nur sind die Stufen eben nicht linear zum Stromverbrauch. Für die Rhino VX54 hatte ich mal eine Tabelle, für meinen Haswing habe ich die Ströme schon mal gemessen, aber leider nicht aufgeschrieben :(

      Für den Rhino VX 54 habe ich die Tabelle der Stromaufnahmen gerade wieder gefunden. Diese Werte passen auch mit dem zusammen, was ich früher schon einmal nachgemessen hatte.

      Stufe 1 = 16 A
      Stufe 2 = 18 A
      Stufe 3 = 34 A
      Stufe 4 = 38 A
      Stufe 5 = 55 A

      Sufenlos geregelte Motoren brauchen aber gerade im Teillastbereich deutlich weniger als Modelle mit Schaltstufen. Vom einem stufenlosen Minn Kota habe ich noch einen alten Wert gefunden: Bei einer Geschwindigkeit von
      2,2 km/h lag der Verbrauch bei lediglich 1,66 Ampere,
      4,4 km/h lag der Verbrauch nur bei 15 Ampere,
      5,7 km/h lag der Verbrauch schon bei 39,5 Ampere,
      6,5 km/h lag der Verbrauch bei 58 Ampere (Höchstgeschwindigkeit)

      Stromverbrauch_MK.jpg

      Am Bild sieht man die Geschwindigkeit am Echolot (4,4 km/h) und die Stomaufnahme, gemessen mit einem Shunt-Widerstand 100 A - 60 mV. Den Anzeigewert muss man mit 1,66 multiplizieren, also 9,1 x 1,66 = 15 Ampere.
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      Sehr interessant - danke Hubert!

      Das witzige ist, ich habe eine eMail direkt von MinnKota (hatte die mal direkt angefragt zum Thema Verbrauch), die besagt, dass der Verbrauch schon linear ist, was ich auch aufgrund meiner Erfahrungen aber nicht glauben konnte...

      Du bestätigst dies ;)
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      @ndal: Auf den Seiten von Zebco - Rhino gibt es eine Tabelle mit den Verbrauchswerten ihrer Motoren mit Fahrstufen. Diese Werte stimmen mit dem überein, was ich bei einem VX54 nachgemessen hatte. Ansonsten stimmen deine Erfahrungen mit denen vieler anderer überein und eben auch mit dem, was ich schon mehrfach nachgemessen hatte.

      Richtig aussagekräftige und vergleichbare Werte sind halt sehr schwer zu bekommen, denn man bräuchte die Motoren alle an einem Boot, mit identischem Akku und bei den selben Wetterbedingungen. Bei Welle gehen die Geschwindigkeiten gleich sehr deutlich zurück gegenüber glattem Wasser. Andererseits ist es eigentlich nur logisch, denn je näher ein Boot an die Rumpfgeschwindigkeit heran kommt, desto mehr Kraft ist erforderlich, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Diese Kraft steigt halt nicht linear an.

      Die Aussage, dass stufenlose Motoren im Teillastbereich vergleichsweise weniger Energie verbrauchen wie ihre Kollegen mit Schaltstufen ist ansonsten ja schon alt, auch wenn es offenbar nicht so oft nachgemessen wurde. Dies ist ja eines der beiden Argumente für einen stufenlosen Motor zum schleppen, neben der exakten, eben stufenlosen Geschwindigkeitssteuerung.
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      Serwus
      Hoffe ich bin hier Richtig
      Meine Frage:
      Habe mir einen Motorguide Bugmotor mit 55lps gekauft.
      Wie lange denkt ihr reichen die Batterien wenn ich mit GPS Ankere.
      Batterien sind zwei Stück a' 75Ah
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      Hängt natürlich vom Boot, Wind und Welle, Strömung ab, aber so über den Daumen: Tagelang ...

      Bei meinem Xi5-55 kann ich mit einer 80 Ah LiIon mehrere Tage ankern bzw. nach einem Tag ist es das Nachladen nicht wert.
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      herbert82 schrieb:

      Hab a Linder 440
      Voll ausgebaut, mit 2 Drehstühle und dem ganzen kram halt

      Hallo Herbert82
      Wo , bzw. wie hast Du den Drehstühle in dieses Boot eingebaut.
      Zeige bitte mal Bilder, gerne auch per PN.
      Lg Bressen
      Auch wenn ein Mensch zwanzig Sprachen beherrscht, benutzt er doch seine Muttersprache, wenn er sich in den Finger schneidet.
      Serwus
      Hier sind ein paar Bilder die ich während der Baufase gemacht habe.
      Mittlerweile ist die Kiste in Mattschwarz lackiert und auch der Boden und die seitlichen Ablagen sind mit einer Rutschfesten Farbe lackiert.
      Bugmotor montiert und alles fertig
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